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BDP startet mit 36 Mitgliedern

Bei den Nationalratswahlen 2011 will die BDP Solothurn mindestens ein Mandat gewinnen und bei den Kantonsratswahlen 2013 Fraktionsstärke erreichen. Zunächst zählt sie aber erst 36 Mitglieder.

Philippe Müller
Politprominenz: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und BDP Schweiz-Präsident Hans Grunder (l.) machten der BDP Kanton Solothurn um Präsident Ernest Cavin (r.) ihre Aufwartung.
Politprominenz: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und BDP Schweiz-Präsident Hans Grunder (l.) machten der BDP Kanton Solothurn um Präsident Ernest Cavin (r.) ihre Aufwartung.
Beat Mathys

Sie sei zwar erst ein «kleines Pflänzchen», die BDP Kanton Solothurn, meinte Hans Grunder, Präsident der BDP Schweiz, gestern Abend im Solothurner Landhaus. «In Solothurn wurde aber bereits sehr viel gute Arbeit geleistet, damit die BDP hier Efolg haben kann. Die Partei wird mit Sicherheit ihren Platz finden.»Seit rund vier Monaten wird hinter den Kulissen am Parteiprofil gefeilt, gestern nun wurde im Landhaus in Solothurn die Solothurner BDP gegründet, die zehnte Kantonalsektion insgesamt. Aufruf zum AnstandNeben Hans Grunder machte auch Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ihre Aufwartung. Sie sprach den knapp 40 Anwesenden Mut zu und forderte sie auf «offen, kritisch, liberal und vor allem anständig» zu politisieren. Ihre Worte motivierten allerdings nicht allzu viele der Anwesenden dazu, der jungen Partei beizutreten. Zu den 29 Mitgliedern, die die Partei vor der Gründungsversammlung bereits zählte, kamen gestern bloss sieben dazu, so dass die jüngste Partei des Kantons mit 36 Mitgliedern in den politischen Konkurrenzkampf steigt.Ziel: Ein Sitz im NationalratTrotzdem hat die BDP Kanton Solothurn Grosses vor. Präsident Ernest Cavin (Gossliwil): «Wir sind gekommen, um zu bleiben.» Das verdeutlichte er mit den politischen Zielen, die er im Landhaus präsentierte: Die BDP will 2011 erstmals zu den Nationalratswahlen antreten und mindestens eines der sieben Mandate holen. «Falls wir valable Kandidaten haben, treten wir auch zu den Ständeratswahlen an», so Cavin. Und bei den Kantonsratswahlen 2013 wolle die BDP auf Anhieb Fraktionsstärke erreichen, also mindestens fünf Sitze holen.SVP-AbwandererVon den BDP-Mitgliedern haben die meisten noch nicht viel oder gar keine politische Erfahrung. Auffallend: Jene, die Erfahrung haben, haben diese alle bei der SVP gemacht. So etwa Präsident Ernest Cavin, der früher politischer Sekretär der SVP Kanton Solothurn war. Auch Vizepräsident Patrick Loosli war als Präsident der Stadtpartei Solothurn in der SVP aktiv, und Kassier Stefan Ingold, auch bekannt als Geschäftsführer des TCS Kanton Solothurn, war einst der erste SVP-Gemeinderat im Bucheggberg.

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