Zum Hauptinhalt springen

Bauen als Hochleistungssport

Nächsten Winter wird

Als «sportlich» bezeichnete Gemeindepräsident Urs Graf das Programm für die Sanierung und Neugestaltung des Interlakner Höhewegs an seiner engsten Stelle, im «Schlauch» zwischen Postkreisel und Harderstrasse. Zwischen dem 15.September 2010 und Ostern 2011 sollen die über 100-jährige Kanalisation die Wasser- und Stromleitungen unter der Strasse erneuert und der Strassenraum gemäss «Crossbow»-Konzept neu gestaltet werden. Enger Ort, enger Zeitplan Während der ganzen Zeit ist die Baustelle für den motorisierten Verkehr gesperrt, der Zugang für die Fussgänger gewährleistet. Bei Notfällen werden die Bauarbeiten gestoppt, damit zum Beispiel die Ambulanz über die Baupiste freie Fahrt hat. Die Zulieferung erfolgt über Warenumschlagplätze an beiden Enden der Baustelle, der Abfall wird normal vor den Häusern abgeholt. Für das Material der Baustelle selber wird am Westende der Höhematte ein Zwischenlager eingerichtet. Gebaut wird im Prinzip nur werktags zu den im Polizeireglement vorgesehenen Zeiten und mit einer Pause über die Festtage. «Wenn wir aber in Verzug geraten, kann es auch – vorangekündigte – Ausnahmen geben», sagte Bauverwalter Jürg Etter. Denn den engen Zeitplan will die Gemeinde unter allen Umständen einhalten, damit sie bereit ist für die Folgeprojekte: die Erneuerung des restlichen Höhewegs, des Postkreisels und des Westbahnhofplatzes. Wenn die Gemeinde diese Projekte rechtzeitig umsetzt, bekäme sie über das Agglomerationsprogramm von Bund und Kanton 70 Prozent der Kosten subventioniert. Im «Schlauch» wird in vier Phasen gebaut, die sich zum Teil überlappen. Gleich zuerst legen die Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) eine neue Wasserleitung – die alte würde die Bauarbeiten vermutlich nicht mehr aushalten. Von Ende Oktober bis Ende Februar ist die Sanierung der Kanalisation mit der Verlängerung des neuen Mikrotunnels von der Bahnhofstrasse her und der Fremdwasseraustrennung für die einzelnen Liegenschaften an der Reihe. Diese Arbeiten sind der eigentliche Auslöser des Projektes – denn heute dringt so viel sauberes Grundwasser in die löcherige Kanalisation ein, dass Interlaken mit einem Viertel der Anschlüsse die Hälfte der ARA-Betriebskosten bezahlen muss. Zum Schluss wird die Strasse gebaut – so, dass sie für alle möglichen Verkehrsregimes gebraucht werden kann, da gegenwärtig ganz unterschiedliche Varianten diskutiert werden. Anwohner planen mit An der Informationsveranstaltung nutzten viele betroffene Anwohner die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Anliegen bei Planern und Behörden zu deponieren. Sorgen machen vor allem die Anlieferung und die Zufahrt zu den Hotels – hier steht für die Gemeinde eine Erschliessung über die Ortseinfahrt Interlaken Ost im Vordergrund. Und allen Seiten ist an einem guten Informationsfluss gelegen. Sibylle Hunziker >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch