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Bau des zehnten Chalets startet

Mitten im Dorf von Iseltwald tut sich seit Monaten viel. Eine ganze Überbauung entsteht: Der «Seepark». Projektleiter ist

Lange und heftig haben sich zwei Nachbarn gegen das Vorhaben gewehrt. Doch sie drangen vor zwei Jahren nicht durch und nun sind die ersten Wohnungen der Residence Seepark Iseltwald bereits bezogen. Das Projekt, das einst mit 20 Millionen Franken veranschlagt war und mittlerweile 30 Millionen Franken kosten wird, wächst täglich. Bisher wurden neun Chalets gebaut mit total 63 Wohnungen, die alle verkauft sind. Drei Häuser sind fertig und seit Monaten bewohnt. Die sechs Chalets um den Dorfplatz sind im Endausbau. In diesen Tagen startet der Bau des zehnten Chalets mit sechs Wohnungen, die bisher nur teilweise verkauft sind. Niklaus Haug. Projektleiter der Überbauung erklärt: «Zudem werden wir ab nächstem Sommer das geschützte ehemalige Hotel Bären total restaurieren und vier Einheiten einbauen, die ebenfalls noch zu haben sind.» Das Baugesuch läuft bereits. Insgesamt gehören zu der Überbauung 73 Wohnungen jede mit Keller, einem Ladengeschäft (General Store), Wellness- und Fitnessräumen, Tiefgaragen für circa 80 Autos sowie Hobbyräumen. Die sechs Chalets am Dorfplatz sind im Endausbau und werden zwischen Ostern und Pfingsten dieses Jahres von den neuen Bewohnern bezogen. Im Moment arbeiten etwa 70 bis 100 Leute mit diversen Berufen auf den verschiedenen Baustellen. Total werden laut Niklaus Haug zwischen 300 und 400 Leute für den Bau des «Seeparks» im Einsatz gewesen sein. «Wir bauen nur mit einheimischen Leuten. Unter einheimisch verstehe ich das ganze Berner Oberland. Vorrang hatten jedoch immer die zahlreichen Handwerker aus Iseltwald», sagt der Projektleiter. Für Lift und Maschinen der Heiztechnik seien Vertragsfirmen aus Münsingen, respektive Bern, berücksichtigt worden, da es im Oberland keine Anbieter gab. Niklaus Haug windet den Betrieben ein Kränzchen: «Insgesamt ist auffallend, wie sich sehr viele leistungsfähige Firmen aus dem Haslital und dem Frutigland für Aufträge beworben haben und sie nun auch ausführen. Die Zusammenarbeit bereitet mir unglaublich viel Freude und ich schätze die Fachleistung und Zuverlässigkeit der Firmen, respektive deren Mitarbeiter sehr.» Oberstes Gebot für die Realisierung dieses grossen Projektes ist die unfallfreie Realisierung der Bauten, das habe bisher geklappt. Täglich Probleme lösen «Unliebsame Überraschungen gab es bisher keine», sagt Haug, «ein Bauprojekt ist immer ein Prototyp und es gibt täglich grosse und kleine Probleme zu lösen.» Genau da funktioniere die Zusammenarbeit mit den Leuten am Bau perfekt. Unliebsam sei jedoch bestimmt die Opposition der zwei Ferienhausbesitzer gewesen, «die uns über Jahre bei der Planung sehr beschäftigten und sehr viel Schaden anrichteten». Andererseits sei es die Herausforderung schlechthin gewesen, die Idylle des Dorfkerns auf der Halbinsel Iseltwald entscheidend zu verändern. Vor allem Ferienleute Der Dorfkern und der ganze Seepark ist im Inventar der Eidgenossenschaft, es galt die Denkmalpflege und den Uferschutz zu berücksichtigen. «Die Zusammenarbeit mit all den Gremien und Ämtern war fast perfekt und für mich die grösste Herausforderung», blickt der Unternehmer Haug zurück. In dieser Phase sei es auch gelungen, die Opposition von Franz Weber «in eine Unterstützung für die gute Sache zu wandeln». Auch die Gemeinde liess sich vom Vorhaben überzeugen. Sie bewilligte das Projekt 2005 an einer Versammlung. Das taten die Bürgerinnen und Bürger auch in der Hoffnung, mehr Einwohner zu gewinnen (siehe Kasten). Das ist nur bedingt gelungen. Die meisten Bewohner sind laut Haug Familien mit dem Ziel, später nach dem Auszug der Kinder im «Seepark» Wohnsitz zu nehmen. «Das intern erklärte Ziel war immer, 50 Prozent der Wohneinheiten an Leute mit Sitz in Iseltwald zu verkaufen. Dies gelang trotz gewaltigem Aufwand nicht. Nun ist eine Mehrheit der neuen Besitzer vorläufig Zweitwohnungsnutzer», sagt Niklaus Haug. Er betont, ein wichtiges Ziel sei es, die Einheimischen gut in die Entwicklung des Projektes zu integrieren. Bisher habe es wegen der Grossbaustelle mitten im Dorf keine Probleme mit Nachbarn gegeben. Die Immissionen seien immer im normalen Bereich. Einzig ein Nachbar am See wurde durch die Abschrankung der grossen Baustelle behindert. «Er sagte mir dies und die Sache wurde behoben. Nein, die Nachbarn leiden nicht», betont der Projektleiter. Frauen hätten dem Bauteam vom Seepark im Dezember selber gebackene Weihnachtsgüezi und Lob geschenkt, das beweise ihm das einvernehmliche Miteinander. «Das hat mich wirklich unglaublich gefreut.» Im kommenden Sommer soll es in der Residence am Ufer des Brienzersees ein rauschendes Einweihungsfest geben.Susanna Michel • www.iseltwald.be>

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