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Bahn-Freunde machten in 20 Jahren viel Dampf

brienzDer Verein Freunde des Dampfbetriebes der Brienz-Rothorn-Bahn wird

«In den Jahren um 1990 wurde dem Verwaltungsrat der Brienz Rothorn Bahn AG (BRB) aufgrund der Jahresergebnisse immer mehr bewusst, dass die anstehenden Investitionen zum Erhalt des Dampfbetriebs nicht mehr aus dem Jahresergebnis finanziert werden konnte und weitere Kapitalerhöhungen zu diesem Zweck nicht möglich waren», schreibt der langjährige Präsident des Vereins Freunde des Dampfbetriebes der Brienz-Rothorn-Bahn Walter Messerli in einem Rückblick. Zudem nahmen nach der Beschaffung von ölbefeuerten Dampflokomotiven die Wünsche und Forderungen der Dampffreunde immer mehr zu, die BRB müsse vermehrt die alten mit Kohle befeuerten Lokomotiven einsetzen. «Diesen Personen war oft nicht bewusst, dass bei den alten kohlebefeuerten Lokomotiven massive Investitionen anstanden und die Fahrten mit diesen Kompositionen um ein Vielfaches teurer waren», so Messerli. Mehrkosten auffangen Aus diesen Gründen wurde vor 20 Jahren – am 15.Mai 1991 – der Verein Freunde des Dampfbetriebes der Brienz Rothorn Bahn gegründet, mit dem Zweck, Geldsammlungen durchzuführen, um die Renovationen der Dampflokomotiven zu unterstützen und die Mehrkosten des Dampfbetriebes und der Infrastruktur abzudecken. «Im Zuge der Zeit wurde klar, dass die Dampfbahn nur verkehren konnte, wenn die Strecke, damit die Sicherheit und der Verkehr gewährleistet sind, erneuert würde», verweist Walter Messerli auf das Konzept der fünf S: Schienen – Stützmauern – Schwellen – Schotter – Stangen. In den ersten 10 Jahren betrug das jährliche Sammelergebnis durchschnittlich 150000 Franken. Während der nächsten 5 Jahre stieg dieses auf 200000 Franken an und erreichte in den letzten 5 Jahren einen Durchschnitt von 500000 Franken pro Jahr. Beim letzten Jahresergebnis waren es über 750000 Franken. «Total ergibt dies in 20 Vereinsjahren ein gesammeltes Nettoergebnis von circa 5 Millionen Franken.» 30000 Spenderadressen Mit diesen Geldern unterstützte der Verein zudem die Erstellung der neuen Kohlebeschickungs- sowie die Lösch- und Schlackenentsorgungsanlage und die Erneuerung der Rauchabzugsanlage. Er spendete Beiträge an die Wellenbergbrücke, an die Sicherung der Schoneggtunnel und an die Behebung der Unwetterschäden. Zudem wurden mehrere kohlebefeuerte Lokomotiven und die dazugehörigen Wagen total revidiert. Zurzeit bewirtschaftet der Verein rund 30000 Adressen und gewinnt immer neue dazu. «Dank dieser Beiträge konnte die Rothornbahn in den letzten Jahren immer mindestens zwei kohlebefeuerte Dampflokomotiven einsetzen», resümiert Walter Messerli, der nach 20 Jahren das Vereinspräsidium abgibt. Sein Nachfolger wird am 18.März bestimmt. pd>

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