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«Aussergewöhnliche Herausforderung»

Christophe Berthaud, Manager des Olympiaprojekts des Bieler Unternehmens Omega, spricht über das Engagement in Vancouver.

Die Schweiz steht in British Columbia nicht nur ihrer Wintersportler wegen im globalen Schaufenster. Seit 1932 ist das Amt des offiziellen Zeitnehmers an Olympischen Sommer- und Winterspielen mit drei Ausnahmen stets den Marken der Swatch Group übertragen worden. In Vancouver und Whistler zeichnet Swiss Timing für die Zeitnahme aller Wettkämpfe verantwortlich. Swiss Timing ist ein auf Zeitmessung spezialisiertes Unternehmen innerhalb der Swatch Group, welches für die grossen Uhrenhersteller (Longines, Omega, Tissot) den Zeitmessungsbereich abdeckt – im aktuellen Fall für die Bieler Firma Omega. Der 53-jährige Franzose Christophe Berthaud, General Manager von Swiss Timing und gleichzeitig Manager des Olympia-Timing-Projekts von Omega, spricht über Bedeutung und Herausforderung der ungewöhnlichen Mission. Wie wichtig ist das Olympiaprojekt für Omega und die Schweizer Uhrenindustrie? Christophe Berthaud: Bei den Olympischen Spielen handelt es sich um den prestigeträchtigsten Sportanlass der Welt. Rund um den Globus wird verfolgt, was die weltbesten Athleten leisten. Das Interesse ist riesig, der Auftrag für uns deshalb enorm wichtig. Man kann in diesem Fall von einer klassischen Win-Win-Situation sprechen. Inwiefern? Als wir den Kontrakt vor Jahresfrist bis 2020 verlängerten, wurde uns seitens des IOC mitgeteilt, dass man mit unserer Professionalität, Qualität und Zuverlässigkeit sehr zufrieden ist. Worin besteht für Ihre Unternehmen die grösste Herausforderung an den Winterspielen in Vancouver? Die Dimension der Spiele ist auf den ersten Blick kaum fassbar. Auf grossem Raum finden gleichzeitig zahlreiche Wettkämpfe in verschiedensten Sportarten statt. Logistisch kommt die Bewältigung unserer Aufgabe einer aussergewöhnlichen Herausforderung gleich. Noch deutlich grösser wird der Aufwand, wenn das Wetter wie in diesen Tagen das Programm kräftig durcheinanderbringt und wir kurzfristig umdisponieren müssen. Wie viele Leute stehen in Vancouver und Whistler für die Zeitmessung im Einsatz? 245 professionelle Zeitnehmer und Datenverarbeiter werden von 410 Freiwilligen aus der Region unterstützt, die im Vorfeld der Spiele in Trainingskursen auf ihre Aufgabe vorbereitet worden sind. Von den Profis sind viele in unserer Filiale in Leipzig stationiert. Wie viele Tonnen Material wurden wegen der Olympischen Spiele von der Schweiz nach Kanada verfrachtet. Die gesamte Ausrüstung, die wir hier verwenden, wiegt 220 Tonnen. Ein grosser Teil davon wurde mit dem Schiff von Europa nach Kanada gebracht. Interview: mjs >

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