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Ausgleich für Jetlärm gefordert

MeiringenDer Gemeinderat möchte als Ausgleich für den Kampfjetlärm das Kompetenzzentrum Gebirge der Luftwaffe und des Heeres. Für diesen Tausch müsste das Stationierungskonzept der Armee angepasst werden.

Das Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee befindet sich in Andermatt. Seine Aufgabe ist es, den Gebirgsdienst für das Heer und die Luftwaffe teilstreitkräfteübergreifend zu sichern. Auf der entsprechenden Internetseite des Kompetenzzentrums ist weiter zu lesen: «Mit der permanenten Bereitschaft von Teilen der Gebirgsspezialistenabteilung 1 verfügen wir über ein Mittel der ersten Stunde bei Einsätzen in der Spontan- oder militärischen Katastrophenhilfe. Der Einsatzraum ist grundsätzlich überall im schwierigen und gekammerten Gelände auch ausserhalb des eigentlichen Hochgebirges im In- und Ausland gegeben.» In Andermatt werden denn auch vor allem Gebirgsspezialisten ausgebildet. Pro Jahr findet eine Rekrutenschule mit 40 bis 50 Spezialisten statt. Weiter werden mehrmals im Jahr nationale und internationale Kurse durchgeführt. Fest angestellt sind rund 20 Personen, das sind Ausbildner sowie Personal für die Administration und Infrastruktur. Wie Daniel Reist, Chef Kommunikation Heer, erklärt, befinden sich wöchentlich im Durchschnitt 70 Personen im Zentrum. Es bietet insgesamt aber Platz für 200 bis 300 Personen. «Es würde ideal passen» Nun hat der Gemeinderat in seiner Stellungnahme zum Sachplan der Luftwaffe, respektive zum Objektblatt Militärflugplatz Meiringen, gefordert, dass als Ausgleich für den erlittenen Lärm durch die Kampfjets das Kompetenzzentrum Gebirgsdienst nach Meiringen kommt (wir haben berichtet). Gemeindepräsident Hans Jakob Walther erklärt: «Die Idee ist nicht ganz neu, aber sie macht Sinn.» Ein solches Zentrum sei nicht rein militärisch und diene ebenfalls der zivilen Bevölkerung. Die Region Oberhasli sei von der Geografie her ideal, um Sommer- und Wintergebirgsausbildung und -rettung lehren sowie trainieren zu können. Das treffe ebenfalls auf weitere Aufgaben von Gebirgsspezialisten zu. «Zudem würde es ideal zu unserem Seilbahnkompetenzzentrum passen», sagt Walther. Bereits im vergangenen Frühjahr habe er gemeinsam mit seiner Vorgängerin Susanne Huber ein Gespräch mit Bundesrat Ueli Maurer geführt und dort dieses Anliegen geäussert. «Er hat uns darauf hingewiesen, dass das derzeit nicht im Gespräch ist, nahm die Anregung aber gerne entgegen», erklärt Walther. Der Bundesrat entscheidet Daniel Reist, Chef Kommunikation Heer, sagt: «Eine Verlegung des Kompetenzzentrums Gebirge wurde noch nie diskutiert.» Im Hinblick auf die Neugestaltung der Armee werde sich einiges ändern. Grundsätzlich regelt das Standortkonzept, wo welche Einheiten der Armee angesiedelt sind. Es sei vor allem an den Kantonen, sich für ihre eigenen Interessen, wie die Ansiedelung eines Kompetenzzentrums einzusetzen. Das Standortkonzept wird im Laufe des kommenden Jahres überarbeitet. Bewilligungsbehörde ist der Bundesrat. Susanna Michel>

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