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Auf andere Art zum Erfolg

HandballDer BSV Bern Muri hat das Achtelfinalhinspiel im Cupsieger-Cup gegen Kaustik Wolgograd mit 26:25 für sich entschieden. Die Berner fahren nicht ohne eine Chance auf ein Weiterkommen zum Rückspiel nach Russland.

Einen letzten Angriff der Russen musste der BSV Bern Muri noch über sich ergehen lassen. Der Ball klatschte an den Pfosten und sprang ins Feld zurück. Dann ertönte die Sirene. Der BSV hat gegen Kaustik Wolgograd 26:25 gewonnen und sich einen minimalen Vorsprung in den Achtelfinals des Cupsieger-Cups erspielt. Mit zufriedenen Gesichtern verliessen die Gastgeber den Platz. Kein Rückraumschütze Dem BSV Bern Muri waren vor dem Spiel gegen den Zweiten der russischen Liga eher wenig Siegeschancen eingeräumt worden. Die Berner hatten zuletzt in der Meisterschaft gegen das unter dem Strich klassierte Stäfa verloren und wurden durch Verletzungspech gezwungen, ihr Spiel umzustellen. Misha Kaufmann und Goran Cvetkovic (beide rekonvaleszent und im Aufbautraining) stehen seit längerer Zeit nicht zur Verfügung, Ladislav Tarhai fällt mit einem Kreuzbandriss bis Saisonende aus. Dem BSV fehlen so die Spieler, die aus dem Rückraum einfache Tore erzielen können. Erfolge müssen auf andere Art erreicht werden. Gegen Kaustik suchten die Berner immer wieder den Weg über Kreisläufer Alen Milosevic, der sich mit seiner Wucht gegen die russischen Abwehrspieler durchsetzen konnte. In der Abwehr agierten die Gastgeber kompakt und aggressiv. Kaustik war kein übermächtiger Gegner. «Wir haben clever verteidigt und so die Russen in ihrem Spiel gestört», meinte Alex Milosevic, der Trainer des BSV Bern Muri. «Zudem fehlten Kaustik heute zwei Linkshänder, die kurzfristig ausfielen.» Die Berner hätten durchaus auch deutlicher als 26:25 gewinnen können. «Es ist besser, fiel die Differenz so gering aus», sagte Milosevic. «So beginnen die Spieler nicht zu rechnen, wie hoch sie im Rückspiel verlieren dürfen.» Letzte Reise für Schwander? Kein Problem mehr bekundeten die Berner diesmal beim Verwerten der Siebenmeter. In der Partie in Stäfa hatten sämtliche sechs Strafwürfe den Weg ins gegnerische Tor nicht gefunden. Gegen Kaustik verwandelte Sepp Schwander alle sechs Siebenmeter, zu denen er antreten konnte. «Vor dem Spiel haben wir gar nicht darüber diskutiert, wer schiessen soll», sagte der 28-Jährige. «Als Captain habe ich Verantwortung übernommen.» Am kommenden Samstag findet das Rückspiel in Wolgograd statt. Für Schwander ist es möglicherweise die letzte Europacupreise. Der Routinier beendet im Frühling seine Karriere. «Gegen eine weitere Reise im Viertelfinal hätte ich nichts einzuwenden», sagte Schwander. Wegen des Heimvorteils im Rückspiel ist Kaustik immer noch Favorit. Der BSV hat aber am Samstag gezeigt, dass die Russen keine unüberwindbare Hürde darstellen. Reto PfisterResultate Seite 20>

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