Zum Hauptinhalt springen

Asylzentrum in Krauchthal wird wieder geöffnet

krauchthalDie Zahl der Asylgesuche beim Bund hat im September deutlich zugenommen. Deshalb wird das Asyl-Durchgangszentrum in Krauchthal temporär wieder in Betrieb genommen.

Ungewissheit, zum Teil sogar Angst herrschten in Krauchthal, als hier vor zweieinhalb Jahren ein Durchgangszentrum für Asylsuchende eröffnet wurde. Doch schliesslich kam es weniger dramatisch als befürchtet. Nur drei Monate lang war das Flüchtlingszentrum in der Zivilschutzanlage Rüedismatt in Betrieb, zudem wurden nicht einmal die Hälfte der ursprünglich angekündigten 80 Asylbewerber einquartiert. «Und sie kamen auch nicht alle auf einmal, sondern schön tröpfchenweise», sagt Gemeindepräsident Claude B. Sonnen im Nachhinein. So habe man im Dorf wenig von den Asylsuchenden gemerkt – sie hätten Sprachschulen in Bern und andere Angebote besucht, es habe keine Probleme mit ihnen gegeben. Ende Mai 2009 verliessen die letzten Asylbewerber die Rüedismatt. Der Vertrag, wonach die Zivilschutzanlage in Notlagen wieder als Durchgangszentrum in Betrieb genommen werden könne, blieb aber bestehen. Und diese Notlage ist nun eingetreten: Weil die Zahl der Asylgesuche steigt und die freien Plätze in den bernischen Unterkünften entsprechend knapp sind, hat der Kanton beschlossen, Krauchthal zu reaktivieren. Maximal 64 Plätze Geführt wird das Zentrum wie 2009 von der Heilsarmee-Flüchtlingshilfe. Die Asylsuchenden werden voraussichtlich ab 15. November eintreffen. Der Betrieb sei zeitlich befristet: Maximal könne die Zivilschutzanlage, die 64 Plätze biete, sechs Monate ohne Unterbruch als Durchgangszentrum genutzt werden, fügt Sonnen an. Die Anwohner seien letzte Woche schriftlich über die Wiedereröffnung informiert worden, und bisher seien ihm keine negativen Reaktionen zu Ohren gekommen, erklärt er. Das Zentrum in Krauchthal solle helfen, kurzfristige Spitzen aufzufangen, teilt der Kanton auf Anfrage mit. Nach den Herbstmonaten, in denen erfahrungsgemäss am meisten Asylgesuche eingingen, «könnte sich die Situation wieder etwas entspannen». Markus Zahno>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch