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Am Gerzensee wüten immer wieder Vandalen

kirchdorfImmer öfter suchen Vandalen den Badeplatz am Gerzensee heim. Um Schäden vorzubeugen, gehen Gemeinderäte auf Patrouille.

Die angenehmen Luft- und Wassertemperaturen locken nicht nur Schwimmer an den Gerzensee zum Bade, sondern auch Horden feiernder Jugendlicher. Letztere mutierten in alkoholisiertem Zustand offenbar zu Vandalen, beklagt Gerhard Wyss. Der 64-jährige Rentner aus Kirchdorf schwimmt fast täglich im See. Er stellt bei einigen Badegästen eine zunehmende Verwilderung der Sitten fest. So müsse das Thermometer, das beim Badesteg in Kirchdorf befestigt ist, regelmässig ersetzt werden, weil es kaputt gemacht oder entwendet wird. Zigarettenstummel am Boden und im Wasser, Lärm von Radios und Töffli sind für Wyss weitere Belästigungen. Zersplitterte Flaschen Der Rettungsring ist innert Kürze bereits zum zweiten Mal verschwunden. Im See schwimmen nach den nächtlichen Partys PET-Flaschen und Plastiksäcke, der Abfallkübel und Hinweistafeln wurden schon öfter heruntergerissen. Doch der Kirchdorfer Gemeindeschreiber Niklaus Dürig will den Vandalismus nicht dramatisieren. «Das ist kein neues Problem. Aber in letzter Zeit musste unser Wegmeister am Strand auch noch Glassplitter zusammensuchen», sagt er. Offenbar vergnügen sich Nachtbuben mit Flaschenwerfen. Da habe man gewusst: «Jetzt muss etwas passieren.» Nach Besprechung im Kirchdorfer Gemeinderat wurde beschlossen, dass in den Nächten auf Samstag und Sonntag inskünftig zwei Gemeinderäte am See patrouillieren. Sie sollen alkoholisierte Jugendliche ermahnen und notfalls wegweisen. «Diese Kontrollen wurden bereits in anderen Jahren erfolgreich praktiziert», so Dürig. Zudem sei der Polizeiposten Belp informiert worden. «Wir sagten der Polizei, dass sie gelegentlich am Wochenende am Badeplatz vorbeischauen solle.» Dürig glaubt, dass diese Massnahmen ausreichen, damit den Badegästen aus Kirchdorf, Gerzensee und Mühledorf ein einigermassen ordentlicher Badeplatz zur Verfügung steht. Laura Fehlmann>

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