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Alte Griechen als Lotsen in der Krise

Führungkräfte sollen sich an alten Werten wie

Die Wirtschaftskrise macht es deutlich: In der heutigen Zeit werden an Führungskräfte erhöhte Ansprüche gestellt. Nebst wirtschaftlichem Know-how sind auch Eigenschaften wie Integrität, Verantwortungsbewusstsein, Führungskompetenz und Konfliktfähigkeit gefragt. Zu diesem Thema referierte am Donnerstagabend Klaus Topel an der Wirtschaftsschule Thun. Der Versuch, die Krise mit der Methode «Augen zu, Kinderreim-Singen, Augen auf – und alles ist wieder heil» zu bewältigen, funktioniere nicht, sagte Topel. Der Management-Trainer und Diplomapädagoge aus Deutschland empfahl den rund 80 Zuhörern andere Vorgehensweisen. Den Weg bis zur Krise seien die meisten gerne gegangen, zumal die Mehrheit von der wirtschaftlichen Entwicklung über Jahre profitiert habe. «Doch nun müssen wir aus der Krise lernen», forderte Topel. Platon als Beispiel Um dies aufzuzeigen, griff der Referent auf die alten Griechen zurück: Man solle sich an den Tugenden Platons orientieren, nämlich «Tapferkeit, Gerechtigkeit, Weisheit und Mässigung». Dies gelte ganz besonders für Führungskräfte. Denn Merkmale echter Persönlichkeiten seien bis heute «Eigenschaften wie Weisheit, Wissen, Mut, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Mässigung und Transparenz», sagte Topel. Das werde durch neueste Untersuchungen untermauert. Nun hätten es manche Manager ganz offensichtlich an diesen Eigenschaften mangeln lassen, Topel sprach von «Unmässigkeit» und der sich öffnenden Lohnschere. Es sei folglich kein Wunder, dass die Ereignisse des letzten Jahres zu einem Vertrauensverlust geführt hätten. Mit gutem Beispiel voran Topel, der eine ganze Reihe von Unternehmen in Deutschland und der Schweiz berät, machte jedoch keine billigen Anschuldigungen. Vielmehr betonte er den ethisch-moralischen Aspekt in Wirtschaft und Gesellschaft und er forderte: «Die echte Persönlichkeit geht mit gutem Beispiel voran.» Dies sei durchaus möglich, denn: «Wenn es die Situation erfordert, kann der Mensch über sich hinauswachsen.» Mit anschaulichen Anekdoten fesselte Topel sein Publikum. Er erinnerte etwa an die französische Königin Marie Antoinette, die sich erst kurz vor ihrer Hinrichtung gewahr wurde, was sie als Regentin alles falsch gemacht hatte. pd Der Vortrag gab einen Vorgeschmack auf einen Kurs, den die Wirtschaftsschule Thun im Februar 2010 anbieten wird: Unter dem Titel «Erfolgreich führen» wendet sich Topel direkt an Kader und künftige Führungskräfte. Weitere Informationen: www.wst.ch oder Tel. 0332252626. >

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