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Alpinistin gestorben

Joëlle BrupbacherDie 33-jährige Extrembergsteigerin aus Muri starb am Sonntag im Himalaja.

«Ich habe keine Ahnung, was du in Nepal besteigen wirst, möchte dich aber auf jeden Fall irgendwann lebend wiedersehen.» Dies schreibt ein Unbekannter am 4.April in den Blog der Extrembergsteigerin Joëlle Brupbacher aus Muri – als hätte er eine Ahnung, was auf dem Himalaja-Trip passieren würde. Am 28.April antwortet Brupbacher dann: «Der Berg ist riesig und imposant; ich freue mich auf die nächsten Eindrücke und Anstrengungen. Bis bald, Joëlle.» Doch ihre Familie und ihre Fans werden Joëlle Brupbacher (33) nie mehr lebend sehen. Sie starb letzten Sonntag um 23.30 Uhr Ortszeit beim Abstieg vom Makalu, dem mit 8463 Metern fünft-höchsten Berg der Welt. Dass sie den Gipfel tags zuvor bezwungen hat, verschafft ihr einen Eintrag in die Rekordbücher, über den sie sich nicht mehr freuen kann: Gemäss «Blick» ist sie die einzige weibliche Alpinistin der Schweiz, die fünf Achttausender bestiegen hat. Gestorben ist die Bernerin auf einer Höhe von 7400 Metern in einem Zelt, offenbar an Erschöpfung. Gemäss einem Blogeintrag konnte sie sich plötzlich nicht mehr bewegen. Offenbar wollte ein Sherpa eines anderen Camps mit Sauerstoff zu Hilfe eilen, doch ihm sei das von einem Expeditionsleiter untersagt worden. Extrembergsteiger Ueli Steck war ebenfalls in Nepal auf Tour mit einer Expedition. «Dieser Tod ist tragisch und traurig», sagte er gestern, kurz vor seinem Rückflug in die Schweiz. Wie Brupbacher war auch er mit der Agentur Asian Treks (Kathmandu) unterwegs. Alpinistin Evelyne Binsack kannte Joëlle Brupbacher nicht persönlich. Ein Müdigkeitszustand könne verheerend sein, vor allem kombiniert mit der Höhenkrankheit. «Vielleicht hat sie beim Aufstieg zu viel Energie verbraucht», sagt Binsack, die selber einen Achttausender, den Everest, bezwungen hat.Katharina Merkle>

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