Zuerst die Mieter suchen und erst danach bauen

Die SBB wollen den Bahnhof Langnau komplett sanieren und zu einem Zentrum mit Läden, Büros und Wohnungen machen.Viel Geld investieren die SBB naturgemäss in die grossen Rail-Citys, in Zürich und Bern zum Beispiel. In nächster Zeit wollen sie aber auch die regional bedeutenden Stationen aufwerten. «Denn ein belebter Bahnhof ist gut», erklärt SBB-Mediensprecher Christian Ginsig, «auf diese Weise fühlen sich die Kunden sicher und wohl.»

So soll es auch in Langnau sein. Das mittlerweile 87-jährige Bahnhofgebäude, insbesondere die veralteten WC-Anlagen, hätten eine Auffrischung dringend nötig, schrieben die Gemeindebehörden bereits vor über einem Jahr im Langnauer Infoblatt. Damals standen die SBB noch am Anfang ihrer Planung, hatten soeben eine Sanierungsstudie in Auftrag gegeben. Heute könne man zwar noch kein konkretes Projekt vorstellen, berichtet Ginsig. Klar sei aber: «Ja, der Bahnhof Langnau wird innen und aussen umfassend saniert.»

Frühestens nächstes Jahr

Im aufgefrischten Bahnhofgebäude sollen nebst Buffet und Kiosk dereinst noch verschiedene andere Läden, Praxen, Büros oder Wohnungen untergebracht werden. In Zeitungsinseraten suchen die SBB momentan Interessenten. Erste Anfragen seien bereits eingegangen, erklärt Christian Ginsig. Und: «Die bestehenden Mieter können bleiben oder sich für neue, frei werdende Flächen bewerben.» Sobald genügend Mieter gefunden sind, entwerfen die Architekten konkrete Pläne. Die Bauarbeiten werden dann etappiert ausgeführt; sie beginnen frühestens im Sommer 2011. Bezugsbereit sind die Büro-, Praxis- und Ladenflächen gemäss Inserat ab Frühjahr 2012.

Für 5 Millionen Franken erhöhten die SBB in Langnau vor drei Jahren die Perrons, bauten eine rollstuhlgängige Unterführung und machten andere Anpassungen. Wie viel die nun geplante Gesamtsanierung des Bahnhofgebäudes kosten wird, steht laut SBB-Sprecher Ginsig noch nicht fest, «das hängt von der künftigen Nutzung beziehungsweise den Mietern ab».

«Alle profitieren»

Für die Bahnbenutzerinnen und -benutzer brächten die Umbauarbeiten keine grösseren Einschränkungen, kündigt Christian Ginsig an. Und die Bevölkerung stehe solchen Bauprojekten generell positiv gegenüber, «schliesslich profitieren alle von einem modernen und sicheren Bahnhof». Markus Zahno

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