Ständeratswahl: Markwalder überlässt das Feld SP und SVP

zweiter WahlgangFDP und EVP steigen aus dem Rennen um den zweiten Berner Ständeratssitz aus. Laut dem Politologen Hans Hirter bringt dies der SVP wenig neue Stimmen.

Die FDP tritt nicht zum zweiten Wahlgang am 6.März an. Gestern gab die Partei den Rückzug von Christa Markwalders Kandidatur bekannt. Der Abstand zu den anderen Kandidaten sei zu gross, um im zweiten Wahlgang eine Chance zu haben, so Markwalder. Auch die EVP verzichtet auf den zweiten Wahlgang. Zwar ist dies nun der Schulterschluss der bürgerlichen Parteien, wie ihn sich die SVP gewünscht hatte. Allerdings konnte sich die FDP nicht dazu durchringen, den SVP-Kandidaten Adrian Amstutz zu unterstützen. Die BDP will heute entscheiden, ob sie, da Markwalder nicht mehr im Rennen ist, Amstutz unterstützt. Der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV) hingegen hat bereits vor dem ersten Wahlgang klargemacht, dass er jene bürgerliche Kandidatur unterstützt, die mehr Stimmen erzielt. Amstutz’ gutes Abschneiden spült der SVP nun einen Zustupf ins Wahlkampfkässeli. Laut dem Berner Politologen Hans Hirter bringt die Empfehlung des HIV wählermässig wenig. Auch bezweifelt Hirter, dass der Rückzug der FDP für den Ausgang der Ständeratsersatzwahl entscheidend ist: «Christa Markwalder lag beim ersten Wahlgang so weit zurück, dass viele Freisinnige nicht mehr zur Urne gehen würden, weil sie denken, die Stimmen für die FDP-Kandidatin seien verlorene Stimmen.» Weil für sie weder SVP-Mann Adrian Amstutz noch SP-Frau Ursula Wyss wählbar seien, würden sie wohl der Urne fern bleiben.asSeite 12+13>

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