Sie fiebern dem Super Bowl entgegen

thun tigersAm Sonntag geht in den USA der Super Bowl, das Finale der American Football-Profiliga, über die Bühne. Auch die Mitglieder der Thun Tigers fiebern dem Event entgegen. Der Football-Club peilt 2011 den Wiederaufstieg in die NLA an.

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106,5 Mio. Menschen oder umgerechnet fast 14 Mal die gesamte Bevölkerung der Schweiz haben sich in den USA letztes Jahr am ersten Sonntag im Februar das Finale der National Football League (NFL), den sogenannten Super Bowl, angesehen. Es war die höchste Einschaltquote, die je im US-amerikanischen Fernsehen erreicht wurde. An diesem Sonntag ist es wieder soweit: Dann treten in Arlington die zwei Finalisten Pittsburgh Steelers und die Green Bay Packers gegeneinander zum grossen Showdown an.

Via Grossleinwand mit von der Partie werden auch mehrere Spieler der Thun Tigers sein. «Für einen Footballfan hat dieser Event etwa die gleiche Bedeutung wie für einen Fussballer der WM-Final», sagt Ruedi Bohren, Präsident des einzigen American Football-Clubs in der Region.

Rund 75 Aktive in vier Teams

Die Thun Tigers gibt es seit Mai 2000. In den letzten elf Jahren ist der Verein stetig gewachsen und zählt mittlerweile über 100 Mitglieder, darunter rund 75 Aktive und Nachwuchsspieler. Der Club verfügt über drei Juniorenmannschaften sowie ein Team, das in der Nationalliga B um Punkte kämpft. Der Spielbetrieb dauert jeweils von April bis Juli und umfasst bei sechs Teams pro Liga fünf Heim- und gleich viele Auswärts-Partien. Zurzeit befinden sich die Tigers mitten in der Saisonvorbereitung, die nebst Kraft- und Konditions- auch Koordinations-Training beinhaltet.

Einer der schönsten Erfolge in der Club-Geschichte war gemäss Bohren der 1. Platz in der NLB-Meisterschaft 2006, der den Tigers zusammen mit dem Finalsieg gegen die Landquart Broncos den Aufstieg in die NLA ebnete. Nur eine Saison später folgte jedoch die Rückkehr in die tiefere Spielklasse. «In den letzten drei Jahren schafften wir es jeweils knapp nicht, um den Aufstieg zu spielen», hält der Präsident fest. «Das Ziel für 2011 muss deshalb wieder die Finalteilnahme sein.»

Kein fixes Feld für Heimspiele

Im Gegensatz zum Fussball wirkt der Football von aussen betrachtet noch stärker kampf- und körperbetont (vgl. Kasten). Doch was macht einen wirklich guten Spieler letztlich aus? «Er muss ein Teamplayer sein, der die Taktik des ganzen Teams mitträgt», meint Tigers-Spieler Philipp Baumann. Innerhalb der Mannschaft habe es sowohl Platz für flinke, agile als auch für massigere Footballer. Nicht selten variiere das Gewicht der einzelnen Spieler zwischen 70 und 140 kg. Das Vorurteil, American Football werde vor allem von Raufbolden ausgeübt und geliebt, kann der Tigers-Präsident nicht verstehen: «Es ist gerade umgekehrt. Bei uns können die überschüssigen Emotionen auf und nicht neben dem Feld abgebaut werden», sagt Bohren im Hinblick auf gewisse Fussball-Fan-Kulturen.

Ihre Spieler rekrutieren die Tigers zu einem grossen Teil aus dem eigenen Nachwuchs. Das Kader besteht aber auch aus Quereinsteigern, die aus Neugier dazugestossen sind. Das aktuell grösste Problem sieht Philipp Baumann im «Mangel an geeigneten Rasenfeldern im Raum Thun», auf denen der Club seine Heimpartien austragen könnte. In den letzten zwei Saisons haben die Tigers jeweils auf dem Feld bei der Eiger-Turnhalle gespielt. «Wo wir dieses Jahr beheimatet sein werden, wissen wir noch nicht. Die Verhandlungen mit dem Thuner Sportamt laufen», erklärt Präsident Ruedi Bohren, der hofft, nach dem Wegzug des FC Thun nach Thun-Süd die Spiele seiner Teams künftig im Lachen austragen zu dürfen.

Tigers tippen auf Steelers

Zunächst steht nun aber die Super Bowl-Nacht im Zentrum des Interesses. In Zusammenarbeit mit dem Restaurant Morris laden die Thun Tigers zum zweiten Mal nach 2010 alle Interessierten ein, sich den Match live auf der Grossleinwand anzusehen (vgl. Hinweis am Textende). «Letztes Jahr vermochte der Super Bowl-Event rund 65 Besucher anzulocken», erinnert sich Philipp Baumann. Es ist damit zu rechnen, dass der Match bis gegen 4 Uhr morgens Schweizer Zeit dauern wird.

Doch wer gewinnt das Spiel der Spiele? Die Super Bowl-Rekordsieger Pittsburgh Steelers oder die Green Bay Packers, die den allerersten Super Bowl im Jahr 1967 für sich entschieden? Bohren und Baumann sind sich einig: «Wir hoffen auf die Packers, aber die Trophäe holen werden wohl die Steelers.»Gabriel BergerDer 45. Super Bowl wird in der

Nacht vom Sonntag, 6.2., auf

Montag, 7.2., im Restaurant Morris, Frutigenstrasse 68c, Thun, auf Grossleinwand live übertragen.

Beginn: 23 Uhr, Kickoff ca. 24 Uhr. Reservationen unter superbowl@thun-tigers.ch oder

info@morris-thun.ch

www.thun-tigers.ch

www.morris-thun.ch>

Erstellt: 04.02.2011, 00:32 Uhr

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