Seine Welt waren Farben und Licht

ZweisimmenDas diesjährige Ausstellungsthema der Heimatvereinigung Obersimmental ist dem Zweisimmner Kunstmaler Karl Gerber (1912– 1974) gewidmet. In Gerbers Bildern sind Wasser, Licht und Farbe von grosser Bedeutung.

Die Vernissage zur Ausstellung von Kunstmaler Karl Gerber im Zweisimmner Heimatmuseum fand am Samstag grossen Anklang. René Jaggi, Präsident der Obersimmentaler Heimatvereinigung, durfte unter den zahlreichen Gästen mit Tochter Therese Hermann-Gerber und Sohn Daniel Gerber auch zwei der fünf Nachkommen des Künstlers begrüssen. Karl Gerber hat Stillleben in verschiedenen Variationen gemalt. Er wurde auch von Porträts und immer wieder von den Schönheiten von Landschaften zum Malen inspiriert. Bekannte Maler wie van Gogh, Cézanne, Hodler und Goethe waren ihm Vorbild. Ueli Hauswirth, selber Künstler (Scherenschnitt), ist es gelungen, aus den unzähligen Gemälden mit einigen Werken einen Querschnitt durch das Wirken des Kunstmalers zu präsentieren. Ueli Hauswirth: «Betrachtet man ein Werk von Karl Gerber länger und eingehend, so verliebt man sich mehr und mehr in die Bilder.» Der Zweisimmner Maler wäre nächstes Jahr 100-jährig geworden. In seiner Laudatio hat Willy Lempen, Pfarrer im Ruhestand, das Leben und Wirken des begnadeten Künstlers beschrieben: «Karl Gerber war eine bescheidene und starke Persönlichkeit. Seine Bilder wirken persönlich und tief erlebt.» Gerber war in seinem Element, wenn er mit der Staffelei unterwegs seine Eindrücke in der Natur einfing und das Leuchten am Morgen oder die Schatten des Abends bildlich darstellte. Flussläufe, Wälder, Tiere, Menschen und Häuser gehörten zu seinen Lieblingssujets. Nach der Kunstgewerbeschule in Bern ging Gerber einige Zeit an die Lovis-Corinth-Malschule nach Berlin. Immer wieder zog es ihn auch in die Provence und dreimal nach Paris, für kurze Zeit nach Italien, Ägypten und Griechenland. Regelmässig kehrte er mit vielen Impressionen und unzähligen Gemälden ins Berner Oberland zurück. Nebst den Gemälden im Heimatmuseum erinnert das monumentale Mosaik «St.Georg und der Drache» im Zweisimmner Schulhaus an den Künstler. An Pfingsten 1974 verstarb Karl Gerber unerwartet an einem Herzversagen. Fritz LeuzingerDie Ausstellung im Heimatmuseum Zweisimmen dauert bis zur 3. Zweisimmner Kulturnacht (16.Oktober) und ist jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag (14 bis 17 Uhr) offen. >

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