Nina Stadler zimmert sich eine Tanzwerkstatt

AltstadtIn der Brunngasse eröffnet die Berner Tänzerin und Choreografin Nina Stadler im Januar die Tanzwerkstatt «Ballsaal».

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Normalerweise benutzt Nina Stadler (31) ihren Körper, um zu tanzen. Heute muss er anderweitig arbeiten. Bevor die freischaffende Berner Choreografin, Tänzerin und Performerin ihre neue Tanzwerkstatt am 8.Januar eröffnen kann, muss noch «gewerkt» werden. Eine Spiegelfront wird angebracht, die Lampe an die Decke geschraubt und die Garderobe eingerichtet.

Auch wenn nach der Fertigstellung des Gewölbekellers an der Brunngasse nicht mehr handwerklich gearbeitet wird, eine Werkstatt soll der «Ballsaal» bleiben: «Mein Studio wird keine Tanzschule, in der ich von morgens bis abends unterrichte, sondern ein Ort, an dem sich verschiedene Kunstrichtungen begegnen und an Projekten gearbeitet wird», sagt Stadler. Für sie ist Tanz ein Werkzeug, das sie an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben will. «Mich interessiert vor allem das Zusammenspiel von Theater, Musik und Tanz.» Diesem Interesse will sie in der Tanzwerkstatt Raum geben. Stadler hat sich in Bern und New York zur Tänzerin ausbilden lassen und absolviert an der Zürcher Hochschule derzeit einen Masterstudiengang in Tanzpädagogik.

Proben für zehn Franken

Stadler wird an der Brunngasse die zeitgenössischen Tanzkurse, die sie bisher im City Ballett Halamka-Otevrel unterrichtet hat, anbieten. Zusätzlich hat sie Untermieter gefunden, die ihre eigenen Kunst- und Stilrichtungen im «Ballsaal» lehren werden. So kommen Interessierte ab Januar in der Brunngasse in den Genuss von zeitgenössischem Tanz, Hip-Hop, Yoga, Pilates, Bauchtanz, Tango und Physical Theatre.

Tagsüber steht der Tanzraum freischaffenden Künstlern zur Verfügung. «In Bern ist es schwierig, ein preiswertes und zentrales Studio zu finden, in welchem Tanz- oder Theaterstücke erarbeitet und geprobt werden können», sagt Stadler. Deshalb will sie ihren Raum für zehn Franken in der Stunde an Kunstschaffende vermieten. Sofern sie ihn nicht für eigene Proben braucht, denn die Bernerin hat im vergangenen Winter gemeinsam mit Annalena Fröhlich eine eigene Tanzcompagnie «deRothfils» gegründet. «Es ist wichtig, dass wir Künstlerinnen und Künstler in Bern uns gegenseitig unterstützen», findet die Tänzerin. Auch sie selber hat von zahlreichen Verwandten und Freunden tatkräftige Hilfe erhalten. Gloria Arribas, die ebenfalls im «Ballsaal» unterrichten wird, hat mit Nina Stadler zusammen das Konzept für den Keller erarbeitet. Annina Haslerwww.ballsaal.be

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Erstellt: 28.12.2010, 00:31 Uhr

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