Grosshöchstetten

Neue Grosspraxis eröffnet

GrosshöchstettenNächsten Montag eröffnen die Ärzte Beatrice Galliker und Peter Stäheli ihre Gemeinschaftspraxis. Sie liegt direkt über der neuen Coop-Filiale im ehemaligen Gerber-Areal.

Starkes Team: Die Ärzte Beatrice Galliker und Peter Stäheli mit Praxisassistentin Katja Thierstein.

Starkes Team: Die Ärzte Beatrice Galliker und Peter Stäheli mit Praxisassistentin Katja Thierstein. Bild: Andreas Blatter

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Es riecht nach Leim und Farbe statt nach Medizin. Noch hämmern und bohren Handwerker in den Räumlichkeiten der Centerpraxis im Obergeschoss der neuen Coop-Filiale in Grosshöchstetten. Aber nächsten Montag werden Beatrice Galliker und Peter Stäheli die ersten Patienten in ihrer Gemeinschaftspraxis empfangen können. Zusammengearbeitet haben sie schon früher. Der Plan, ihre Praxen zusammenzulegen, ist seit bald 3 Jahren ein Thema. Jetzt sind die Pläne realisiert. Die beiden werden von zwei Assistenzärzten und acht Praxisassistentinnen unterstützt. Des Weiteren werden auch Spezialisten in der Centerpraxis Konsultationen anbieten. Fest zugesagt haben bereits ein Rheumatologe, ein Kardiologe und ein Orthopäde. Was fehlt, ist ein Kinderarzt. Stäheli kann aber gut in die Bresche springen, da er selbst eine längere Weiterbildungszeit in Kinderheilkunde absolviert hat.

Aus zwei mach eins

Bis jetzt führten die zukünftigen Centerpraxisbetreiber je eine eigene Praxis in Grosshöchstetten. Die Internistin und Hämatologin Beatrice Galliker hatte sich vor 12 Jahren im alten Spital Grosshöchstetten eingemietet, wo die 53-Jährige bis vor kurzem alleine praktizierte. Der Allgemeinpraktiker Peter Stäheli hatte sein Konsultorium 27 Jahre lang an der Kirchgasse 4. Der 61-Jährige hatte sich schon lange nach einer Lösung umgesehen, um den immer grösser werdenden Patientenzustrom zu bewältigen. «Mittlerweile kommen aus etlichen Familien schon drei Generationen zu mir», sagt er. Mit der regen Bautätigkeit in Grosshöchstetten nimmt die Zahl an potenziellen Patienten eher zu, die Arbeitsbelastung wurde für die beiden Ärzte immer grösser. So entschieden sie sich für eine Zusammenarbeit, die ab nächster Woche von den Assistenzärzten Mannja Nonnenmacher und Pascal Krayer unterstützt wird. Stäheli und Galliker wissen um die Schwierigkeit, für eine Einzelpraxis Nachfolger zu finden. Anders als noch vor Jahrzehnten sind Ärzte nicht mehr bereit, sieben Tage rund um die Uhr zu arbeiten.

Der Vorteil von einer Zusammenarbeit zu Mehreren ist, dass sich die Ärzte gegenseitig vertreten können. Damit ist die Praxis an 52 Wochen pro Jahr geöffnet. «Freie Tage werden auch wirklich frei sein, da die Vertretung immer gewährleistet ist», sagt Beatrice Galliker.

Bei Bedarf Hausbesuche

Die Praxis wird von Montag bis Freitag geöffnet sein. Galliker und Stähelin denken auch darüber nach, eventuell an Samstagen Patienten zu empfangen. Bei Bedarf machen die beiden auch Hausbesuche.

Die Centerpraxis umfasst 15 Räume von knapp 500 Quadratmetern Fläche. Vom Eingang gelangt man direkt in einen grosszügigen Empfangsbereich. Entlang des langen Korridors folgen Wartezimmer, ein eigenes Labor, Zimmer für Röntgen, Notfälle, Konsultationen, Büros und Aufenthalt. Die Praxis ist verkehrsmässig sehr gut erschlossen. Direkt vor dem Coop-Gebäude ist eine Postautohaltestelle für den Bus Grösshöchstetten–Zäziwil–Oberthal. Der Bahnhof ist nur ein paar Hundert Meter weit entfernt, und unter dem Gebäude an der Dorfstrasse gibt es eine Einstellhalle. (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.07.2013, 08:08 Uhr

Ärztemangel

In vielen Gemeinden der Region fehlen Hausärzte. Das hat Marlise Jäggi aus Landiswil erfahren. Die heute 57-Jährige hatte über Jahrzehnte ihren Hausarzt in Worb. Nach jahrelanger vergeblicher Suche hatte dieser die Praxis mangels Nachfolger geschlossen und Marlise Jäggi stand ohne Hausarzt da. Sie ist gemäss des Hausarztmodells versichert und dachte schon, sie müsse die Police ändern lassen, was eine wesentlich teurere Prämie zur Folge hätte.

Da empfahl ihr die Krankenkasse die Praxis des Ehepaars Andreas und Elzpieta Grzesik in Biglen, wo die 57-Jährige auch aufgenommen wurde. Sie musste allerdings eine lange Wartezeit in Kauf nehmen. Denn Elzpieta Grzesik arbeitet mittlerweile in einer Hausarztpraxis in Walkringen für Andreas Brun, der auch lange eine Nachfolge gesucht hat. In Biglen und Walkringen gibt es derzeit zwei, in Grosshöchstetten bald fünf Hausärzte, in Zäziwil nur einen

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