Wengen

Lauberhorn-Zielgelände wird sicherer

WengenEin geschichtsträchtiger «Gump» verschwindet: Nach umfangreichen Erdverschiebungen wird das Zielgelände des Lauberhornrennens in Wengen flacher, der Sturzraum grösser und die Sicherheit der Zieleinfahrt erhöht.

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«Wir verschieben rund 2500 Kubikmeter Aushub von der Zielkante hinunter in die Kompression», sagte Ernst Egli, Seematter AG Interlaken. Am meisten sei oben rechts abzutragen, am meisten müsse unten links aufgefüllt werden, ergänzt der Maschinist. Ernst Egli «kletterte» gestern mit seinem Raupenbagger das mit 42 Grad Neigung steilste Stück der Lauberhorn Weltcup-Abfahrtsstrecke, den Zielhang, hoch. Zuoberst sind Rohrleitungen für Wasser, Strom und Steuerungskabel tiefer zu legen, weil die Zielkante um zwei bis drei Meter abgetragen werden muss.

Wald bereits gerodet

Auch unten am Zielhang war ein Schreitbagger mit dem Freilegen von Leitungen beschäftigt. Östlich der Baustelle werden rund 830 Quadratmeter Wald gerodet, um den Sturzraum vergrössern zu können. Die Tannen sind bereits gefällt. Für die Ersatzaufforstung stellt die Bergschaft Wengernalp rund 1400 Quadratmeter Land in einer Waldlichtung nahe der Mettlenalp zur Verfügung. «Zwei Abspannmasten für die Sicherheitsnetze müssen versetzt und neu einbetoniert werden – auf der Zielkante oben rechts und in der Kompression unten links», informiert Ingenieur Hans Kammer.

Anordnung der FIS

Die Initiative für diese Veränderung der traditionsreichen Strecke kamen indes von oberster Stelle: Der internationale Skiverband FIS fordert für die Internationalen Lauberhornrennen 2009 eine möglichst gleichmässige schiefe Ebene von der untersten Scheune bis ins Ziel und genügend Sturzraum beidseits der «ausgeflachten» Rennpiste. Das hat zur Konsequenz, dass die bisherige Geländekrete, der sogenannte Zielsprung, ausgemerzt wird. Die Athleten der 79. Internationalen Lauberhornrennen werden nach dem unverändert schwierigen Ziel-S einen korrigierten Zielhang vorfinden: Am 16. Januar im Rahmen der Super-Kombination, am 17. Januar nach rund 4320 Meter legendärer Weltcup-Lauberhornabfahrt. Die Kosten der Pistenkorrektur sind auf 274'000 Franken veranschlagt.

(Berner Oberländer)

Erstellt: 26.09.2008, 10:07 Uhr

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