Feierliche Altareinweihung in der römisch-kath. Kirche

Die Renovationsarbeiten in der römisch-katholischen Kirche in Gstaad sind abgeschlossen. Bei den Festlichkeiten der Altarweihe von Sonntag wurde die renovierte Kirche und der neue Anbau der Kirchgemeinde übergeben.

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«Nach einem sportlichen Schlussspurt sind die Renovationsarbeiten abgeschlossen und der neue Anbau ist fertig gestellt worden», sagte Kirchgemeindepräsident Urs Kühne vor den rund 150 Kirchgängern. Er wünscht sich, dass die Kirche aufs Neue zum Ort der Andacht und der Einkehr wird. Er bat den Weihbischof Denis Theurillat vom Bistums Basel, den Altar einzuweihen.

«Bin berührt vom Fest»

Der Weihbischof war aus Solothurn angereist. «Ich bin berührt von diesem Fest», sagte der Weihbischof. Er vollzog die Altarweihe – sie war der Mittelpunkt des zweistündigen Festgottesdienstes. Er bestand aus einem abwechslungsreichen und feierlichen Ablauf von Gebeten, Ritualen und musikalischen Zwischenspielen. Dabei wurden auch der Tabernakel und der Ambo geweiht.

Pfarrer Thomas Müller leitete durch den Gottesdienst und erklärte den Ablauf der Rituale: Die zwölf Apostelkerzen wurden angezündet, Reliquien eingelegt, Weihrauchschalen auf den Altar gestellt und der Altar mit gesegnetem Öl eingesalbt.

Der Thuner Architekt Adrian Bühler war mit dem Auftrag der Kirchgemeinde betraut. Er wies die Zuhörer auf die Geschichte der Kirche hin. Dank der Glasmalereien des Schweizer Künstlers Marcel Poncet (gestorben 1953) ist die Kirche ein schützenswerter Bau. Der Kirche wurde ein Erweiterungsbau vorgelagert. Dieser enthält ein Foyer, rollstuhlgängige Toilettenanlagen, Abstellräume und eine Garage.

Unvorhergesehenes

Im Bereich des Pfarramtsekretariates, des Pfarrsaals und der Heizung entstanden umfassende Erneuerungen. Als der Kirchenturm eingerüstet wurde, stellte man fest, dass die gesamte Kupfereindeckung und Turmschalung erneuert werden mussten. Die Arbeiten konnten planmässig abgeschlossen werden und die Gerüste, die den Turm eingekleidet hatten, sind abgebaut.

Doppelt soviel für den Turm

«Wir müssen etwa mit dem doppelten Betrag für den Turm rechnen als angenommen», erklärte Urs Kühne. Die Kosten dieser ausserordentlichen Arbeiten können laut Kühne mit dem Betrag gedeckt werden, der für Unvorhergesehenes budgetiert war. «Insgesamt kann die gesamte Renovierung mit Erweiterungsbau voraussichtlich unter dem Budget von 3,8 Millionen Franken abgeschlossen werden», ergänzte Urs Kühne.

Die Umbauarbeiten starteten nach Ostern vor einem Jahr. Die Kirche wurde auf letzte Weihnachten fertig renoviert und wurde seither wieder benutzt. (wir berichteten). Im Anschluss an den Festgottesdient besuchten die Kirchengänger die neuen Räumlichkeiten und sassen bis am späten Nachmittag im Pfarrgarten beisammen.

Blanca Burri

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Erstellt: 06.07.2010, 00:31 Uhr

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