Aus der Post wird das Pöschtli

RütschelenJetzt steht dem neuen Dorftreffpunkt nichts mehr im Weg: Die Einsprachefrist gegen die Umnutzung des früheren Postlokals in ein Café lief ungenutzt ab.

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Am 1.April wollen Daniela Hasler und Karin Pastore dafür sorgen, dass im ehemaligen Postlokal von Rütschelen wieder die Post abgeht: Sie eröffnen dort ein Beizli. «Aber nur als Hobby», fügt Daniela Hasler gleich an. Die beiden Freundinnen behalten ihre 80-Prozent-Jobs. Vom Beizli werden sie nicht leben können. Die beiden Frauen kannten sich nicht mal. Erst durch die Idee, im Gemeindehaus gemeinsam ein Bistro zu führen, kamen sie zusammen. Karin Pastore wohnt mit ihrem Mann sogar bereits im Haus. Der Arbeitsweg könnte also kaum kürzer sein.

Startkapital der Gemeinde

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte der Gemeinderat per Flugblatt nach Ideen für das schon lange leer stehende Postlokal im Gemeindehaus gesucht. Der Vorschlag der Frauen kam gut an. Der Gemeinderat greift ihnen sogar aktiv mit etwas Startkapital unter die Arme. Nachdem nun keine Einsprachen eingegangen sind, soll in den nächsten Wochen die Decke schallisoliert werden. Eine Küche und eine Bar werden eingerichtet. Im Sommer werden die zwei Wirtinnen wahrscheinlich draussen ein paar Bistrotische aufstellen. Vorläufig rechnen sie nur mit einheimischen Gästen. Eine Spielecke für Kinder wollen sie einrichten und einen Töggelikasten für Jugendliche aufstellen. Auch einen Mittagstisch könnten sie sich vorstellen.

Ganz einfach Pöschtli soll die gemütliche Begegnungsstätte für die Dorfbevölkerung und die Vereine heissen. Daniela Hasler und Karin Pastore haben mit den Vertretern der Vereine das Gespräch gesucht. So haben sich die voraussichtlichen Öffnungszeiten herauskristallisiert: Am Donnerstagabend ist Chorprobe, am Freitagabend übt die Musikgesellschaft. Folglich wird das Pöschtli an diesen Abenden öffnen. Dazu kommen eventuell noch der Mittwochnachmittag und vielleicht ein Wochenende pro Monat.

Mit den Dorfvereinen

Ursprünglich wollten die beiden Frauen auch ein Catering anbieten. «Das wird offenbar aber weniger gewünscht», sagt Daniela Hasler, «wir werden die Vereine auch nicht konkurrenzieren, wenn sie an ihren Anlässen mit der Konsumation etwas verdienen wollen.» In den kommenden Wochen werden die zukünftigen Gastgeberinnen eine Homepage einrichten. Darauf werden die Öffnungszeiten zu finden sein. Und das Lokal kann für Anlässe reserviert werden. Ein Jahr geben sie sich Zeit, dann wollen sie ihr Angebot überdenken.

Daniela Hasler arbeitet bei Lantal Textiles am Empfang, Karin Pastore ist Laborassistentin. Beide haben bereits im Gastgewerbe gejobbt. Und sie haben die Gemeindeversammlung Rütschelen auch schon mit einem Apéro bewirtet. rgw>

Erstellt: 02.02.2011, 00:31 Uhr

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