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6er Tram wird abends durch Bus ersetzt

bernmobilDie Trams der Linie 6 nerven mit ihren quietschenden

Schon über einen Monat nerven die Trams auf der neuen Linie 6: Seit das RBS-Bähnli nicht mehr auf dem Casinoplatz kehrtmacht, sondern durch die Innenstadt weiter bis ins Fischermätteli fährt, regen sich Anwohner und Passanten über das durchdringende Quietschen in den Kurven auf. Bernmobil-Direktor René Schmied gelobt nun Besserung. In einem ersten Schritt will Bernmobil bis spätestens in vier Wochen zumindest abends ab 21 Uhr für Ruhe sorgen. Dann werden die lauten RBS-Trams wie früher beim Zytglogge zurück nach Worb fahren. «Die Strecke zwischen Zytglogge und Fischermätteli werden vorübergehend Busse übernehmen», erklärte Schmied gestern an einer Medienorientierung. In drei bis vier Monaten werden die Trams wieder durchgehend fahren. Doch spätestens ab 21 Uhr werden statt der blauen RBS-Trams nur noch die leisen roten Bernmobil-Combino-Trams fahren. «Zu diesem Zweck werden wir nun zusätzliche Fahrer für die Linie 6 ausbilden. Deshalb können wir diese Massnahme nicht schneller umsetzen», begründet René Schmied. Tests mit neuen Rädern In einem dritten und letzten Schritt sollen die RBS-Trams auch tagsüber nicht mehr mit dem durchdringenden Kreischgeräusch nerven. Derzeit führt der RBS Tests mit neuen Rädern durch. Sind die Resultate gut, werden bis zum Fahrplanwechsel im Dezember sämtliche alten Räder ersetzt. Dann soll die Tramlinie 6 wieder so betrieben werden, wie es ursprünglich geplant war: Alle Trams fahren durchgehend von Worb bis Fischermätteli – nur weniger lärmig als heute. Auch die dauernden Verspätungen auf der Linie 6 sollen bald ein Ende haben. René Schmied räumt ein: «Wir haben die Fahrzeiten zu optimistisch berechnet.» Bernmobil rechnete nicht damit, dass die Zahl der Fahrgäste so stark zunehmen und dadurch das Ein- und Aussteigen länger dauern würde. «Wir werden die Fahrzeiten in den nächsten Wochen der Realität anpassen», verspricht Bernmobil-Direktor Schmied. Mit einem weiteren Mangel der Linie 6 werden die Fahrgäste hingegen noch eine Weile leben müssen: Der viel zu kleine Niederflurteil in der Mitte der Trams kann nicht vergrössert werden. Und Ersatz für die alten RBS-Tramzüge wird es erst in zwölf Jahren geben. Esther Diener-Morscher>

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