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500 Kubikmeter Tannenholz aus dem Seefluhwald geflogen

lenkAuf dem Strassenstück ins Pöschenried/Iffigen kommt es immer wieder

Aus dem Seefluhwald, dem Schutzwald unter der Seefluh über der Strasse ins Pöschenried, hat Thomas Bolzli, Chefpilot bei der Eagle Helikopter AG, Zweisimmen, mit dem Super-Puma-Heli 500 Kubikmeter Holz ausgeflogen. Bereits zwei Wochen zuvor hatte das Forstteam des Lenker Revierförsters Roland Perren im steilen Gelände Bäume gefällt und umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Während der zahlreichen Heli-Rotationen mit den bis zu 4,5 Tonnen schweren Baumstämmen wurde zur Sicherheit der betroffene Strassenabschnitt kurzzeitig gesperrt. Die ausgeflogenen Baumstämme türmen sich am hinteren Ende des Lenkerseeli. Die 500 Kubikmeter Holz gleichen einer riesigen Holzbeige. Pflege vernachlässigt Der Verkehr auf der Rawilstrasse zwischen dem Dorf Lenk und dem Pöschenried wird im Bereich des steilen Seefluhwaldes immer wieder durch Steinschlag und Schneerutschen beeinträchtigt. Revierförster Roland Perren: «Der Schutzwald konnte seine Funktion in diesem Gebiet heute noch wahrnehmen. Im mehrheitlich überalterten Wald könnte die Schutzfunktion durch Sturmereignisse oder Schäden durch Borkenkäfer grossflächig zusammenbrechen.» Zudem wurde die Schutzwaldpflege zunehmend vernachlässigt. Zum einen ist es begründet durch das schlechte Kosten-Nutzen-Verhältnis der Holzerei. Zum anderen ist es das steile, schlecht erschlossene Gelände des gefährdeten Waldstückes. Heute fehlt eine Verjüngung in diesen Beständen fast vollständig. Die zehn betroffenen Waldbesitzer trafen mit der Gemeinde eine Vereinbarung zur Waldpflege. Im letzten Jahr wurde die Situation durch technische Massnahmen mit der Installation von Steinschlagschutznetzen auf einer Länge von 187 Metern um einiges verbessert. Durch die nun laufenden waldbaulichen Massnahmen wird eine nachhaltige Schutzwirkung erzielt. Revierförster Perren: «Bund, Kanton und die Gemeinde unterstützen die Schutzwaldpflege. Diese Aktion lässt eine bestmögliche Nutzung der Bestände zu, und durch die so entstandenen Lücken gibt es mehr Platz für Jungpflanzen.» Mit dem Querlegen von Einzelbäumen können spontane Schneerutsche verhindert und lose Steine aufgefangen werden. Auch kann die Vielfalt der Baumarten wieder zunehmen. Durch den vermehrten Lichteinfall kann sich auch die Bodenvegetation vielseitiger entwickeln. Strasse wird sicherer Mittelfristig führen all diese Massnahmen zu einem nachhaltig wirksamen Schutzwald. Spuren vergangener Zeiten mit Steinschlag sind an den Leitplanken und auf der Fahrbahn deutlich sichtbar. Doch die Pöschenriedstrasse wird nun sicherer. Im Hinblick auf die in Aussicht gestellte Sanierung des gesamten Strassenkörpers wird dieses Vorgehen zu einer echten Verbesserung der Gefahren- und Risikosituation im ganzen Hangabschnitt führen. Fritz Leuzinger>

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