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5 Vorstellungen ausverkauft

Die Proben für «Tatort Thun – Dr Fall Fulehung» laufen auf Hochtouren. Fünf der 22 Vorstellungen sind bereits ausverkauft.

Kurt Moser (gespielt von Daniel Niedermann), für einmal in der Rolle des Stadtführers, sonst Reporter beim Thuner Tagblatt und «spezialisiert auf heikle Geschichten», heisst seine Gäste im Thuner Schlosshof willkommen – und macht gleich bei der Begrüssung klar: «Dr Tägu isch heilig!» Seit er zusammen mit Fotograf Wädi Friedli (Urs Badertscher) entscheidend dazu beigetragen hat, die Fulehung-Morde aufzuklären, sowieso. Die erste Probe der Thuner Schlossspiele für «Tatort Thun – dr Fall Fulehung» nach der Sommerpause läuft schwungvoll und mit viel Engagement an. Natalie (Christine Mosimann) und Klaus Schenker (Christian Hirschi) leiden mit ihren Freunden: Warum wurden ausgerechnet zwei ihrer früheren Klassenkameraden anlässlich der Klassenzusammenkunft auf dem Schlossberg umgebracht? Was hat es mit dem mysteriösen Fulehung auf sich, der nach dem Mord an Martin Grossen, dem Leiter der Kadettenmusik gesehen wurde? Eine Frage, welche auch die resolute Kommissarin Regula Eggenberg (Tina Straubhaar) und ihr Team nicht in Ruhe lässt – bis plötzlich im «Himmeli» auf der Schlosstreppe gleich zwei Gehörnte aufs Mal auf einen Mann losgehen... Zufriedener Regisseur «Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich bisher gesehen habe», sagt Regisseur Ueli Bichsel, «besonders, weil wir jetzt zwei Wochen pausiert haben.» Tatsächlich beherrscht trotz der immer noch drückenden Hitze Konzentration das Geschehen während der Probe. Selten bleibt ein Darsteller in einer Textpassage hängen – und wenn, steht ihm der eigene Ärger über den Patzer umgehend ins Gesicht geschrieben. Während Regisseur und Autor Ueli Bichsel das geschehen aufmerksam verfolgt und laufend Anweisungen an die Theater-Crew gibt – «Komm etwas näher mit der Lampe»; «Zuschauer, steht hier hin»; «Sprich lauter!» – macht sich seine Assistentin Evelyne Sorgen laufend Notizen. «Wir besprechen nach der Probe unsere Beobachtungen zusammen mit dem Ensemble, korrigieren Fehler, und versuchen, Szenen und Dialoge noch zu verbessern», erklärt Bichsel. Fünf Abende ausverkauft Auch Annemarie Voss, Präsidentin des Vereins Thuner Schlossspiele, ist zufrieden. Nicht nur mit dem, was sie an der Probe sieht. «Bereits sind fünf der insgesamt 22 Vorstellungen ausverkauft, für einige Abende gibt es nur noch ganz wenige freie Plätze», sagt sie. Insgesamt habe sie den Eindruck, dass der Vorverkauf eher besser laufe als in den Vorjahren. «Auch wenn der direkte Vergleich nicht möglich ist, weil wir heuer nur rund 100 Gäste pro Vorstellung empfangen können.» Denn: Anders als in den Vorjahren präsentieren die Thuner Schlossspiele dieses Jahr mit «Tatort Thun – Dr Fall Fulehung» kein Freilicht-Theater mit fixer Bühne und bestuhlter Tribüne im Schlosshof. Publikum ist mittendrin Stattdessen werden die Zuschauer im Stationen-Theater zu einem Teil des Stücks. Sie sind die Teilnehmer der Stadtführung, die Moser und Wädi leiten wollten, bis ihnen eine erste Leiche in die Quere kommt. Gemeinsam mit den Darstellern spaziert das Publikum im Verlauf des Abends die verschiedenen Stationen der Fulehung-Morde ab – vom Schlosshof zum Unterweisungshaus, von der Treppe zur Schlosskirche ins «Himmeli», dann durch die Hauptgasse ins Rathaus. So erleben die Zuschauer die verschiedenen Szenen hautnah und vor allem an den Originalschauplätzen mit. Marco Zysset Infos/Vorverkauf«Tatort Thun – Dr Fall Fulehung»: Spieldaten: 3. August bis 11. September, jeweils Di, Mi, Fr, Sa um 20 Uhr, zusätzlich Sonntag, 15. August. Vorverkauf: Online oder Zigzag Records, Untere Hauptgasse 22, Thun. Ticketreservationen, Informationen: Tel. 079 8435934, Mo bis Fr, 9 bis 11 Uhr. Tickets: 35 Fr., ermässigte, 28 Fr., Kulturlegi 24 Fr. (nur Di, Mi). •www.schlossspielethun.ch>

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