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40 Jahre Einblick in die Käserei

Seit 40 Jahren bringt das Milchwirtschaftliche Museum in Kiesen seinen Besuchern die Geschichte der Käserei näher.

40 Jahre ist es her, seit in Kiesen das Nationale Milchwirtschaftliche Museum eingerichtet wurde. 1970 wurde im Küherstöckli die Talkäserei, welche in genau diesem Gebäude von 1815 bis 1870 tatsächlich existierte, originalgetreu nachgebildet. Drei Jahre später wurde das Museum nach historisch fachgerechter Renovation unter Denkmalschutz gestellt. 1990 konnte man das benachbarte Türmlihaus zumieten, in welchem seither jeweils zwei Wechselausstellungen zu besichtigen sind. Säumer und Pioniere Aktuell sind dies zum einen «Säumerweg Via Sbrinz/Sbrinz AOC» und zum andern «Pioniere der Land- und Milchwirtschaft». Erstere beschäftigt sich damit, wie der bekannte Schweizer Hartkäse von Säumern auf beschwerlichen Wegen nach Süden exportiert wurde. In der zweiten Ausstellung geht es um die Entwicklung der Milchwirtschaft, für welche die Talkäserei in Kiesen eine besondere Bedeutung hatte, da sie in der Region die erste ihrer Art war. Der Fokus richtet sich hierbei vor allem auf einzelne Personen, welche in der Entwicklung der Milchproduktion und -verarbeitung eine wichtige Rolle gespielt haben. Betrieben wird das Museum von der Stiftung «Nationales Milchwirtschaftliches Museum». Es sind vor allem Sponsoren, welche es finaziell tragen. Darüber hinaus werden ausserhalb der normalen Öffnungszeiten Führungen mit Apéro angeboten (zum Beispiel für Firmenanlässe). Nur wenige Besucher Am letzten Mittwoch machte das idyllisch gelegene Museum einen ziemlich verlassenen Eindruck. Museumsbetreuer Hansueli Bieri hatte es soeben geöffnet, Besucher waren aber noch keine da. «An einem normalen Nachmittag kommen manchmal zwei, manchmal auch zehn Besucher. Erst einmal habe ich es erlebt, dass gar niemand kam», sagt er. Pro Jahr seien es etwa 700 Personen, welche das Museum besuchen würden. Dieses doch eher geringe Publikumsinteresse sei manchmal schon enttäuschend. «Insgesamt entspricht es aber dem, was man erwarten kann», meint Hansueli Bieri und fügt lachend an: «Wenn niemand da ist, staube ich halt ab.» Er nimmt die Sache gelassen. «Zur Betreuergruppe gehören neben mir drei weitere Personen.», führt er weiter aus. Sie alle seien pensionierte Käser und würden ihre Arbeit im Museum vor allem aus Freude an der Sache leisten. Adrian Moser>

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