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35 Brienzer wollen helfen, damit Bootsvermietung erhalten bleibt

BrienzEs muss etwas unternommen werden, damit die Bootsvermietung in Brienz erhalten bleibt. Darüber herrschte beim Diskussionstreffen in Brienz, zu dem 35 Personen erschienen, Einigkeit. Nun kann sich jeder überlegen, wie sein persönlicher Einsatz aussehen könnte.

«Ohne die kleinen Boote und Pedalos bei der Schiffsanlegestelle respektive beim Bahnhof fehlt etwas Entscheidendes in Brienz», davon ist Christian Fotsch überzeugt. Die Familie Hofmann will die Vermietung altershalber schliessen und hat keine Nachfolger gefunden. Theres Hofmann (Tochter von Walter Hofmann), Christian Fotsch, Mike Schärer und Beni Züllig haben die Vision, die Vermietung der acht Pedalos, drei Motor- und drei Ruderboote mit einem Verein zu übernehmen. Als Starthilfe würde die Familie Hofmann den Bootspark für die erste Saison unentgeltlich zur Verfügung stellen. Mit Flugblatt und Inserat luden sie alle Personen mit einer Affinität zur Bootsvermietung zu einer Ideen- und Diskussionsrunde ein. 35 Frauen und Männer aus Brienz, unter ihnen auch Gemeinderatspräsidentin Annelise Zimmermann, folgten der Einladung. Den positiven Voten sollen in den nächsten Tagen Taten folgen. Auf dem Fragebogen können die Interessierten kundtun, in welcher Form sie den Verein Bootsvermietung Brienz unterstützen würden und ob eine aktive Mitarbeit möglich wäre. Für telefonische Auskünfte ist Beni Züllig, 0793111323, der Ansprechpartner. Die Gebrüder Walter und Willi Hofmann haben die Bootsbauerei und -vermietung vor 48 Jahren von den Eltern übernommen. Längst im Rentenalter, haben sie die kleine Werft an den Berufskollegen Abegglen in Iseltwald verpachtet. Für die Bootsvermietung konnte aber noch niemand gefunden werden. Schwierige Aufgabe Die Anforderungen für diese Aufgabe sind vielfältig: Boote pflegen, Unterhaltsarbeiten, Beratung der Kunden, Aufsicht, manchmal auch Rettung von Bootsführern, die in Not geraten. Und dies meist noch in einer Fremdsprache. Manchmal ein schwieriges Unterfangen, wie Walter Hofmann an einem Beispiel erläuterte: «Ich hatte eine Gruppe taubstummer Gäste, die unbedingt eine Bootsfahrt machen wollten. Ich musste den Leuten mit Gesten erklären, dass ein Gewitter naht und eine Seefahrt nicht möglich ist. Überhaupt muss man als Bootsvermieter viel vom Wetter und von der Nautik verstehen und ein Gspüri für Menschen haben», fügt er weiter an. Dass die Bootsvermietung zeitaufwendig ist und der Stundenlohn oft klein ausfällt, macht die Suche nach einer geeigneten und motivierten Nachfolge auch nicht leichter. Theres Hofmann, die schon als Kind mit der Mutter am Steg mithalf, erinnert sich an viele schöne Begebenheiten: «Der Kontakt mit den zahlreichen ausländischen Feriengästen ist spannend und macht viel Freude.» Beat Jordi>

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