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30-mal auf den Gurten gelaufen und gefahren

Leichtathletik/

Als 165. von 222 Männern erreichte Hansruedi Ledermann das Ziel des Mountainbikerennens der Gurten-Classic. 1:10:12,4 Stunden hatte er für die 16,8 Kilometer gebraucht. «In den Abfahrten ging ich nie ans Limit. In den Steigungen konnte ich andere Fahrer überholen. Im Ziel war ich sehr zufrieden», meinte der Berner. Am Sonntag fand die 30.Austragung statt. Ledermann, der unterhalb des Gurtens im Könizer Ortsteil Spiegel wohnt, war wie acht andere Athleten jedes Jahr dabei. «Am ersten Sonntag im November findet die Gurten-Classic statt. Dieser Anlass gehört zu meiner Jahresplanung. Und es hat sich so ergeben, dass ich immer starten konnte.» Aus gesundheitlichen Gründen entschied sich Ledermann dieses Mal für eine Teilnahme am Mountainbikerennen. Ein Wettkampf, den es bei der ersten Austragung noch nicht gegeben hatte. Verbandsanlass 1981 war Hansruedi Ledermann 31 Jahre alt und ein ambitionierter Läufer. Als Mitglied des TV Länggasse bestritt er viele 5000- und 10000-Meter-Läufe, und bald wurde der Marathon zu einer seiner bevorzugten Disziplinen. Ledermann nahm bis 2002 an über 50 Marathonläufen teil. Seine Bestzeit liegt bei 2:36 Stunden. Der Gurtenlauf wurde vor 29 Jahren vom Berner Leichtathletik-Verband ins Leben gerufen. «Der Gurtenlauf ist mir als halber Berglauf gelegen gekommen», sagt Ledermann, der auch in die Organisation des Laufs involviert war. Bei der ersten Austragung war die Laufstrecke noch nicht optimal, was den Untergrund und die Passierbarkeit für die Begleitfahrzeuge betraf. Ledermann konzipierte darauf als Ortskundiger eine neue Strecke mit Start bei der Talstation der Gurtenbahn und dem Ziel auf dem Gurten-Kulm. 1992 wurde erstmals ein Mountainbikerennen durchgeführt, seit 1997 heisst der ganze Anlass GurtenClassic «2004 habe ich nach dem Bikerennen auch noch den Lauf bestritten», erinnert sich Ledermann, der als beste Leistung einen 3.Kategorienplatz in 57:40 Minuten auf der 15-Kilometer-Laufstrecke vorzuweisen hat. «Wann das war, weiss ich nicht mehr genau», sagt der Könizer. «Ich habe die Ranglisten nicht aufbewahrt. Ich kann auch nicht sagen, wie oft ich mit dem Bike unterwegs war. Ich denke aber, dass es in diesem Jahr mein fünftes oder sechstes Bikerennen war.» Auch im Zusammenhang mit dem Grand Prix von Bern, der 1982, ein Jahr nach dem Gurtenlauf, erstmals stattfand, werden Ledermann Verdienste zugeschrieben. «Gäbe es den GP ohne Hansruedi Ledermann?», fragte der «Bund» in einem Artikel 2001. «In Bern gab es den Berner Stadtlauf, der nur Spitzenathleten offenstand. Ich regte bei Organisator Heinz Schild an, doch etwas für die Volksläufer zu tun», erinnert sich Ledermann. Kein Wettkampfsport mehrInzwischen 60 Jahre alt, hat sich Ledermann vom Wettkampfsport verabschiedet. Beruflich ist er als Bibliothekar bei SBB Historic tätig. Die Gurten-Classic ist der einzige Anlass, den er in diesem Jahr bestritten hat. Mit der Gurten-Classic, so wie sie heute besteht, ist er zufrieden. «Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Anlass grösser wird. In der Laufsportszene geht die Tendenz in Richtung Grossveranstaltungen. Kleinere Anlässe haben es schwerer. Und es ist mir aufgefallen, dass es auf dem Gurten weniger Zuschauer hat als noch in den 80er-Jahren.» Sport ist für Ledermann immer noch wichtig. «Trainiert habe ich in diesem Jahr nicht mehr viel. Aber solange es die Gesundheit zulässt, werde ich Sport betreiben und auch gerne an der Gurten-Classic teilnehmen.»Reto Pfister>

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