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24 Stunden Ski fahren in eisiger Kälte

Gsteig Eine harte Prüfung: Bei schönstem Wetter und perfekter Piste, aber in eisiger Kälte kämpften 25 Teams und auch Einzelfahrer Tag und Nacht am 24-Stunden-Rennen ohne Unterbruch um den Sieg.

Eist Nacht, sternenklar, aber bitterkalt im sonst eher ruhigen Bergdorf. Eine dicke Schneedecke liegt auf den Matten und den Hausdächern; eigentlich ein Abend, um den Stubenofen zu umlagern. Nicht so am Skiberg Heiti oberhalb von Gsteig. Eine grosse Zuschauerschar bewegt sich auf dem hell beleuchteten Zielraum zwischen Festzelt und Resultatetafel, viele mit einem Becher dampfenden Punchs in den Händen. Eifrig wird diskutiert und spekuliert: Kann das Spitzenteam noch geschlagen werden? «Nein, nur ein Sturz oder Abstecher in den Neuschnee kann etwas ändern», meint ein vermummter Mann. Und tatsächlich, um 20 Uhr steht fest: Das Siegerteam vom Vorjahr hat wieder zugeschlagen. Die «Staldis» aus Latterbach erneut auf Platz eins: Einen Vorsprung von rund 2 Minuten können die drei jungen Rennfahrer in 348 Runden ins Ziel retten. Mit gleicher Rundenzahl, aber einem Rückstand von 1 Minute und 55 Sekunden, gelingt dem Team «Die drü Bissener» aus Gstaad Platz zwei, gefolgt vom Team «Duracell», Gstaad, mit nur einer Runde weniger. Beim 24-Stunden-Rennen in Gsteig wird Sieger, wer von Rennbeginn um 20 Uhr bis zum Rennschluss nach 24 Stunden am meisten Runden auf der Abfahrt vom Skilift Heiti zurückgelegt hat. Die Teams (maximal drei Skifahrer) wechseln nach eigenem Ermessen ihre Fahrer aus. Aber auch Einzelfahrer sind zugelassen. Die Höhendifferenz beträgt 135 Meter, die beste Rundenzeit dieses Mal 3 Minuten und 56 Sekunden; der Rekord wurde in diesem Jahr aufgestellt und steht nun bei 348 Runden. Markus Bernhard, Thunstetten, startete als Einzelfahrer. Somit hatte er ununterbrochen während 24 Stunden zu fahren. Das sei schon anstrengend. Er habe nur zweimal angehalten, um Ski zu wechseln, meint Bernhard. Das seien Unterbrüche von etwa 15 Minuten gewesen. «Hier fahre ich zum dritten Mal. Ich mach ab und zu solche Sachen», sagt Bernhard und meinte damit etwa Langstreckenläufe, jedoch nur unter 100 Kilometer Distanz. Für seine Einzelleistung wird er vom OK-Präsidenten des Rennens, Philippe Wingeier, bei der Rangverkündigung speziell geehrt und aufs Podest gebeten. Die Strapazen sind dem lachenden Sieger nicht anzusehen.Urs Bach>

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