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125 Jahre im Dienst der Sicherheit

Vor 125 Jahren entstand in Thun eine Eidgenössische Feuerwehr zum Schutz der Militärschulen und Betriebe. Als Betriebsfeuerwehr der VBS- und Ruag-Betriebe besteht sie noch immer, mit modernstem Material und weniger Personal.

Mit einer Ausstellung des aktuellen Materials feierte die Betriebsfeuerwehr VBS- und Ruag-Betriebe am Samstag ihr 125-jähriges Bestehen. In einer Rückschau blickte der Vorsitzende des Koordinationsausschusses, Waffenplatzkommandant und Oberst im Generalstab Hugo Räz, auf die Anfänge zurück: «Als vor rund 150 Jahren die erste Kaserne und die beiden Fabriken Konstruktionswerkstätte und Munitionsfabrik gegründet wurden, wurde ein koordinierter Schutz dieser Objekte nötig. So hat der Bundesrat in Übereinstimmung mit der Berner Regierung im Jahr 1884 beschlossen, eine Eidgenössische Feuerwehr ins Leben zu rufen. Wir sind stolz auf die Betriebsfeuerwehr als Ersteinsatzelement.» Glaubwürdige Feuerwehr «Eine repräsentative Umfrage unter der Schweizer Bevölkerung hat ergeben, dass Feuerwehren hohes Vertrauen geniessen», sagte Paul Krähenbühl, Leiter des Infrastrukturzentrums Thun, das für den Unterhalt und die Pflege von Gebäuden und Arealen zuständig ist. «Feuerwehren sind ein verschworenes Team. Und wenn man sie um Unterstützung angeht, sind sie umgehend zur Stelle», ist Krähenbühl überzeugt. «Die Betriebsfeuerwehr ist heute notwendiger denn je, beherbergen wir doch auf unserem Gelände neben den Bundesbetrieben rund fünfzig private Unternehmen», sagte Waffenplatzkommandant Räz. Auch die Zusammenarbeit mit Ortsfeuerwehren klappe einwandfrei. «Heute wäre es undenkbar, dass die städtische Feuerwehr bei einem Brand an der Rütlistrasse die eidgenössischen Schläuche abmontiert und mit eigenem Material weiterlöscht, wie noch im letzten Jahrhundert geschehen», sagt Kommandant Heinrich Gammenthaler. Modernste Ausrüstung «Wir haben heute ein Personalproblem. In unserem Kerngeschäft, dem Atemschutz, liegt das Durchschnittsalter unserer Leute bei 47 Jahren», erklärte Roland Zahnd, Verantwortlicher für Brandschutz Armee im VBS. «Unsere modernsten Mittel entsprechen heute aber den höchsten Anforderungen der Gebäudeversicherung, sodass wir nach wie vor für erfolgreiche Einsätze gewappnet sind», so Kommandant Gammenthaler. «Hatten wir anlässlich der Hundertjahrfeier noch 243 Feuerwehrleute, ist es heute gerade noch ein Fünftel davon. Seit dem Jahr 2000 besteht ein modernes Betriebsgebäude und für rund tausend Bauten wurden Einsatzpläne ausgearbeitet», so der Kommandant. Seit dem Jahr 2004 gibt es einen Verein Betriebsfeuerwehr Thun. Seine Aufgabe sieht er darin, wertvolles altes Material zu pflegen und der Nachwelt zu erhalten.Ulrich Krummenacher>

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