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Versicherer machen Druck

Die Versicherer fordern

Bis zu fünfzig Mal höher könnten künftig die Prämien für eine Elementarschaden-Versicherung in der Matte sein, sagt Bruno Spicher vom Schweizerischen Versicherungsverband (SVV). So weit werde es kommen, wenn sich die Stadt Bern gegen den Bau der Schutzmauer entlang der Aare entscheide. In diesem Fall wollen die Versicherer für das ganze Mattequartier die «Ventilklausel» in der Elementarschaden-Verordnung anwenden. Diese Klausel erlaubt für Orte mit «erfahrungsgemäss» wiederkehrenden Hochwassern die Ab-kehr von der ansonsten schweizweit gültigen Einheitsprämie. Die Versicherungsgesellschaften dürften dann Risikoprämien entsprechend dem individuellen Risiko eines jeden Kunden berechnen. Die Versicherer begründen diesen drastischen Schritt mit dem «unsolidarischen» Verhalten der Stadt Bern. Wer von der «extrem tiefen» Einheitsprämie profitiere, müsse im Gegenzug auch einen Beitrag an die Prävention leisten. Doch die Matte sei schweizweit ein «Symbol der Untätigkeit». Einen zuverlässigen und nachhaltigen Hochwasserschutz bietet in den Augen der Versicherer nur eine Schutzmauer. Zu diesem Schluss kam auch der Gemeinderat nach einem langen Planungsverfahren. Doch im letzten Mai stoppte der Stadtrat die Regierung: Die 93 Millionen Franken teure Mauer sei ein Luxusprojekt. Das Parlament verlangte darum, dass eine extrem abgespeckte Variante geprüft wird, welche nur einzelne Häuser schützt und ein «Leben mit dem Wasser» propagiert. azu Seite 19>

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