Zum Hauptinhalt springen

Uni Bern plant noch keine Ausländerquote

StudiumWenn die Studienplätze knapp werden, dürfen Schweizer Universitäten eine Quote für ausländische Studierende einführen. An der Uni Bern ist das derzeit noch kein Thema.

Schweizer Hochschulen dürfen die Zahl der ausländischen Studierenden in ihren Hörsälen begrenzen, wenn die Plätze knapp werden. Dazu können sie eine maximale Ausländerquote festlegen, einen Numerus clausus nur für Studierende aus dem Ausland einführen oder von diesen auch höhere Gebühren verlangen. Gemäss einem Gutachten der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (Crus) sind solche drastischen Abwehrmassnahmen rechtlich zulässig und verstossen nicht gegen bilaterale Verträge oder internationale Abkommen. Die Crus gibt da-mit aber laut Generalsekretär Mathias Stauffacher keine Empfehlung zur Verschärfung der Zulassungsbedingungen ab. Auch gehe es nicht darum, eine nationale Massnahme einzuleiten, um den Zustrom ausländischer Studierender zu bremsen. Als bisher einzige Hochschule der Schweiz hat die Hochschule St.Gallen (HSG) eine feste Ausländerquote eingeführt: Sie begrenzt den Anteil der ausländischen Studierenden auf maximal 25 Prozent. Für die ETH Zürich wird derzeit eine entsprechende Gesetzesänderung geprüft. An der Uni Bern hingegen ist eine solche Quote derzeit kein Thema, wie Kommunikationschef Marcus Moser auf Anfrage erklärte. Auch die Frage eines möglichen Grenzwertes, über dem allenfalls verschärfte Massnahmen ergriffen würden, habe die Berner Unileitung bislang nicht diskutiert. Der Anteil der ausländischen Studierenden an der Uni Bern lag im Herbstsemester 2010 bei durchschnittlich 13 Prozent. Im Hinblick auf das kommende Herbstsemester stellen die Immatrikulationsdienste zwar im Vergleich zum Vorjahr ein tendenziell stärkeres Interesse an einem Studium in Bern fest. Auf einen Ansturm von ausländischen Studierenden deute derzeit jedoch nichts hin. pem/sda>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch