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Speiseresten sollen Strom liefern

Drei Stromlieferanten aus dem Oberland wollen eine Biogasanlage bauen, die Energie aus Küchen- und Speiseabfällen gewinnt.

Die Leiter verschiedener Elektrizitätswerke unserer Region gründeten am Donnerstag in den Industriellen Betrieben Interlaken (IBI) die einfache Gesellschaft Biomasse Jungfrau: Mit dabei waren Helmut Perreten, Elektrizitätswerk Grindelwald AG (EWG), Gian Franco Lautanio, IBI Interlaken, Peter Wälchli, Elektrizitätswerk Lauterbrunnen (EWL), sowie Projektleiter Christoph Stalder. Die Gesellschaftsmitglieder beabsichtigen den Bau und den Betrieb einer Biogasanlage im Raum Interlaken als professionelle Lösung für Abfallprobleme. Vielfältige BiomasseIBI-Direktor Gian Franco Lautanio sagte: «Biogas ist bei uns schon lange ein Thema. Wir sind froh, dass wir mit der Gründung der Gesellschaft Biomasse Jungfrau heute einen wichtigen Meilenstein setzen können. Es geht in dem Projekt um die optimale Entsorgung und Verwertung von Abfällen.» Der relativ neue Begriff Biomasse steht für Bioabfälle wie Rüstabfälle aus Haushaltungen, Restaurants, Spitälern und Kantinen. Weiter gehören dazu Grüngut aus der Garten- und Landschaftspflege, Gülle und Mist, aber auch Öle, Fette und abgelaufene Lebensmittel. In der touristischen Jungfrauregion fallen zahlreiche Bioabfälle an, die zu Energie aufbereitet werden können. Dafür braucht es eine Biogasanlage, die aus den Abfällen umweltschonende Energie gewinnt. Denn die Biomasse ist eine organische Masse und damit CO2-neutral. Standort wird noch gesucht Die traditionelle Verfütterung von Küchen- und Speiseabfällen an Tiere hat in Kürze ein Ende, da mit ihr ein Risiko der Übertragung schwerer Tierkrankheiten verbunden ist. Deshalb wird diese Entsorgungslösung per 1.Juli 2011 gesetzlich verboten. Eine Biogasanlage bietet eine schnelle, professionelle Entsorgungsalternative für anfallende Speiseabfälle. Zudem erhöht sie die lokale Wertschöpfung durch die Erzeugung wertvoller Energien. Ein idealer Standort für die Biogasanlage sei noch nicht bestimmt, es seien jedoch Verhandlungen im Gange, informierte Gian Franco Lautanio. Alle anderen Verträge seien jedoch bereits unterschrieben, so Lautanio. Die AG-Bildung finde etwa in einem Monat statt. Vor- und Machbarkeitsstudien seien positiv verlaufen. «Es ist realistisch, eine solche Anlage zu bauen», erklärte Lautanio. Monika Hartig>

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