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Solarprojekt: Stadt will Auskunft

LangenthalDie Solar

Die Negativmeldungen rund um das Projekt zum Bau der schweizweit grössten Solarmodulfabrik auf der Steiachermatte in Langenthal bleiben nicht ohne Folgen. Jetzt muss die Glarner Bauherrin Solar Industries AG der Stadt Auskunft darüber geben, was los ist und wie es weitergehen soll. «Wir haben die Firma aufgefordert, uns eine Standortbeurteilung abzugeben», sagt Stadtpräsident Thomas Rufener. Zur Erinnerung: Der Bau wurde kurz nach Beginn gestoppt, weil von den benötigten 25 Millionen Franken 9 Millionen fehlen. Und gegen Firmengründer und Verwaltungsratspräsident Rolf Wägli ist im Zusammenhang mit einem Fehlinvestment bei der Zürcher Finanzierungsgesellschaft New Value AG eine Strafanzeige wegen des Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung eingereicht worden. Hat Baustopp Folgen? Dass die Stadt jetzt wissen will, ob und wie es mit dem Projekt weitergeht, überrascht nicht. Für Langenthal wäre ein Scheitern ein grosser Rückschlag bei der Wirtschaftsförderung. Sie hat die Solar Industries mit finanziellen Erleichterungen beim Landkauf im Umfang von fast einer halben Million Franken nach Langenthal geholt. Einen Teil des Landes kann die Firma kostenlos übernehmen. Die Bezahlung des Kaufpreises von rund 2,38 Millionen Franken erfolgt in drei gleich grossen Raten, wobei die Stadt der Firma für die zwei letzten Raten ein zinsloses Darlehen gewährt. Laut Rufener hat die Solar Industries die vertraglichen Abmachungen bislang eingehalten. So hat sie die erste Rate fristgemäss im August 2011 bezahlt. Für den Fall, dass das Projekt scheitern sollte, hat sich die Stadt mehrfach abgesichert: mit einem Verkäuferpfandrecht, mit Rückkaufs- und Vorkaufsrechten und Auflagen bezüglich des Darlehens. Und Letzteres wird jetzt relevant: Die Stadt kann das Darlehen sofort kündigen, wenn die Bauarbeiten nach Baubeginn während drei Monaten unterbrochen werden. Laut Wägli wurde der Bau Ende November gestoppt. Diese Frist wäre somit Ende Februar fällig. «In diesem Punkt haben wir die Firma aufgefordert, Stellung zu beziehen», bestätigt Rufener. Wägli sagte Anfang Woche, die Solar Industries werde die Fabrik bauen, aber nicht so schnell wie geplant.drh>

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