Zum Hauptinhalt springen

Rettung für Sorgenkind

Die Bürgervereinigung Ittigen lud am Donnerstag unter dem Titel «Aufwertung von Wohnraum» zu einer Podiumsdiskussion.

Auf Grund der sozialen Zusammensetzung des Quartiers und der überholten Idee des verdichteten Bauens ist die Überbauung Kappelisacker ein Sorgenkind der Gemeinde Ittigen. An einem Podiumsgespräch forderte Martin Moser, Präsident der Bürgervereinigung Ittigen, Ehrlichkeit im Umgang mit diesen Problemen: «Wir sind finanziell stark und können es uns leisten, hier zu investieren.» Vernetzt handeln Dass Ittigen mit seinen Problemen nicht alleine dasteht, verdeutlichte die Anwesenheit von Georg Tobler. Er ist Verantwortlicher der «Projets urbains», eines Pilotprojekts des Bundes mit dem Ziel, Quartiere aufzuwerten. «Wir wollen Wissen vernetzen. Punktuelle Massnahmen einzelner Gemeinden bringen nichts», sagte Tobler. So könnte Ittigen beispielsweise von der Gemeinde Burgdorf profitieren, welche sich im Pilotprojekt des Bundes engagiert. Volk mit einbeziehen Für Peter Hänsenberger, den verantwortlichen Stadtbaumeister Burgdorfs, liegt eine mögliche Lösung der Probleme in einem verbesserten Quartiermanagement. «Die Bevölkerung muss in das Geschehen mit einbezogen werden. Denn neben der Sanierung der Gebäude geht es vor allem um Integration und Partizipation», so Hänsenberger. Im Fall Burgdorf heisst das: Informationsveranstaltungen, Mitspracherecht, Betreiben eines Quartiertreffs oder der Einsatz einer Sozialarbeiterin. Die Voten der Ittiger Bevölkerung verdeutlichten vor allem zwei Dinge. Einerseits scheint die Komplexität des Problems grenzenlos zu sein. Von Jugendgewalt über den fehlenden Willen zur freiwilligen Mitarbeit in der Gesellschaft bis hin zur Kritik an der bestehenden Jugendarbeit wurden unterschiedlichste Problemfelder angesprochen. Daneben sagten aber viele Bewohnerinnen und Bewohnern des Kappelisackers auch, dass sie trotz allem immer noch gerne in diesem Quartier wohnen. Aber für Bruno Anderegg, Präsident der Fürsorge- und Vormundschaftskommission, ist klar: «Der Entwicklungsschwerpunkt von Ittigen muss im Kappelisacker gelegt werden.» Reto Boschung >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch