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Rettung aus Frutigen

adelbodenDer Rettungsdienst des Spitalstandorts Frutigen deckt neu auch die Region Adelboden ab. Bisher wurde das durch die private Firma Bergmann erledigt. Weshalb der Wechsel und was bedeutet dies für die Notfallpatienten?

Adelboden wird auch weiterhin durch einen professionellen Rettungsdienst betreut, einfach nicht mehr jederzeit vor Ort. In den Monaten Dezember bis April ist jeweils ein Ambulanzfahrzeug in Adelboden stationiert, in der übrigen Zeit wird das Gebiet von Frutigen aus abgedeckt. So sind in der letzten Zeit die Ärzte und Organisationen durch den Rettungsdienst Frutigen-Meiringen-Interlaken (FMI) informiert worden. Dieser ist gegenüber dem Kanton verantwortlich für das Funktionieren des Rettungsdienstes in seinem Gebiet. Wie in Lauterbrunnen und Grindelwald wurde diese Aufgabe in Adelboden bisher an ein privates Unternehmen ausgelagert. Im Engstligtal war dies Bergmann Taxi. Die Neuorganisation wurde notwendig, weil Bergmann den Vertrag mit dem Rettungsdienst fmi gekündet hat. Dies passierte bereits auf Ende letzten Jahres, die Wintersaison wurde aber noch verlängert. Neues Einsatzkonzept Zum Kündigungsgrund äussert sich Martin Hofer, der Leiter des Rettungsdienstes fmi, nicht. Er erläutert, was sich ändert: Die Versorgung von Adelboden erfolgt grundsätzlich vom Standort Frutigen aus. In Frutigen wird ein drittes Ambulanzfahrzeug beschafft. In den Monaten Dezember bis April wird in Adelboden ein Tagstandort betrieben. Das heisst, dass von 9 bis 21 Uhr eine Ambulanz stationiert und Personal im Gemeindehaus bereit sein werden. Die Versorgung wird mit dem Aufbau eines First Responders und dem Beizug eines ansässigen Arztes bei lebensbedrohlichen Ereignissen ergänzt. Bei Grossanlässen, auch ausserhalb der Wintersaison, wird der Standort Adelboden punktuell besetzt. Martin Hofer hält fest, dass man die bisherige Einsatzstatistik genau ausgewertet habe: «Die Vorgabe, dass wir in 80 Prozent der Einsätze innert 30 Minuten vor Ort sein müssen, decken wir auch von Frutigen aus ab.» Man habe Erfahrungen von den Standorten Meiringen und Interlaken, da seien Einsätze in Hasliberg oder Beatenberg zeitlich vergleichbar. In Adelboden würden 50 bis 60 Prozent aller Einsätze in der relativ kurzen Wintersaison geleistet, deshalb sei in dieser Zeit auch künftig eine Ambulanz vor Ort stationiert. Hans Rudolf Schneider >

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