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Reise-Abenteuer für Gross und Klein

winterzauberGelungener Start von «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer»: Die Abenteuer, welche die

Ein klein wenig Nervosität herrschte schon unter der Kuppel des Winterzauberzelts vor der Premiere von «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer». Da huschte noch schnell eines der mitwirkenden Kinder hinter den Vorhang, dort zupfte ein anderes an seinem Kostüm. «Ich mache da eine richtige Sisyphusarbeit», sagte Sina Gygax lachend und versuchte weiter, mit dem Besen den Boden von den Holzspänen zu säubern. Die 19-Jährige spielt zum ersten Mal im Winterzauber mit. «Die Proben haben unheimlich Spass gemacht. Es war für mich eine tolle Erfahrung, den Aufbau und die Entstehung eines Theaterstücks zu erleben. Ich fühle mich wohl in meinen Rollen, aber es braucht schon etwas Mut, sich vor so viel Publikum zu präsentieren», äusserte sich die junge Schauspielerin gegenüber der Zeitung. Einmal China retour Erwartungsvoll blickten die vorwiegend kleinen Gäste im ausverkauften Zelt zur Bühne. Und dann hatte das Warten ein Ende: Herr Ärmel begrüsste das Publikum, Jim Knopf wirbelte übermütig über die Bühne, und Lukas rollte mit seiner dampfenden Lo-komotive Emma an. Breitspurig suchte Frau Waas, Jims Pflegemutter, nach ihrem Wirbelwind. Dann wurde die Insel Lummerland, auf welcher Jim als Baby in einem Postpaket angekommen war, übervölkert. Daher sollte sich Lukas von seiner Emma trennen; das aber brachte er nicht übers Herz. Er beschloss wegzugehen – und das wiederum wollte Jim nicht. Also machten sie sich zu dritt auf einen spannende Entdeckungsreise – bis nach China und wieder zurück. Farbenfroh und lebendig erzählten die Darstellenden zwischen dem mobilen Bühnenbild von Madeleine Lehmann die vielen Erlebnisse, die das Trio zu überstehen hatte. In China wurden sie von den Mandalanern überwältigt. Tolle Erfahrung für Kinder Einen von ihnen spielte der 12-jährige André Lérgier. Sein Musiklehrer, Heinrich Guanter, der die Musik zum Stück geschrieben hat, hatte ihn zum Mitmachen animiert. Nun stand er da in seinem goldgelben Kostüm und freute sich riesig auf seine Auftritte. Ein Aikidokenner habe sie instruiert, wie sie mit den Stöcken umzugehen hätten, sagte der junge «Soldat». Der 13-jährige Joël Wyler hatte seinem Götti manchmal beim Aufbau der Bühne helfen dürfen. Nun dürfe er sogar selber drauf stehen, erwähnte er stolz. Etwas mehr Bühnenerfahrung hat David Gilgen. Bereits zum dritten Mal spielt er im Winter-zauber mit. Da scheint der Virus in der Familie zu stecken. Seine ältere Schwester Pierrine Gilgen spielt die Rädelsführerin und eine Mandalanerin, sein Vater, Hans-Peter Gilgen im Musikensemble. Auf Tuchfühlung mit Emma Dank einem enormen Engagement der Schauspieler und der mitwirkenden Kinder wurden bereits die ersten beiden ausverkauften Vorstellungen vom Wochenende zum unvergesslichen Erlebnis. Mit grossem Einfühlungsvermögen hatte Regisseur Lorenz Belser seit Anfang September mit den jungen Schauspielern wöchentlich zwei Mal am Stück gefeilt und castingmässig die Rollen verteilt. Der Aufwand hat sich sichtlich gelohnt. Gekrönt wurde das Schauspiel von professioneller Musik mit dem Komponisten Heinrich Guanter an der Trompete, Urs Grundbacher mit Klarinette und Saxofon, Hans-Peter Gilgen am Keyboard und Walter Leemann am Schlagzeug. Das Tollste aber war für die Kinder, dass sie am Schluss der Vorstellung Emma ganz nah betrachten und berühren konnten.Verena HolzerWinterzauber Thun: 26. bis 30.Dezember täglich 14.30 und 17 Uhr, 31.Dezember nur 14.30 Uhr. 2.Januar 14.30 und 17 Uhr, 4.Januar bis 8.Januar täglich um 17 Uhr. Spieldauer 90 Minuten. Vorverkauf: Manor Thun, Telefon: 033 2273699. www.winterzauberthun.ch>

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