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«Planet Mokka» heisst die TV-Doku

thun«Planet Mokka»: So heisst der Dokufilm von Markus Baumann, einem gebürtigen Thuner, über den Ur-Thuner Pädu Anliker. Selbstverständlich fehlen im Film weder Musikgrössen wie Büne Huber und Kuno Lauener noch ehrliche Eingeständnisse über

Sie verkehrten im «Mokka», als es noch ein Jugendhaus war, sind beide in Thun aufgewachsen – und kannten sich nicht: der 57-jährige Filmemacher Markus Baumann und der 54-jährige Klubmanager Beat alias Pädu Anliker. «Ich wusste, wer er war, doch ich sah ihn das erste Mal wieder, als er an seinem Festival ‹Am Schluss› 2007 umherrannte und wild alles fotografierte», erinnert sich Baumann. Er sei auf Themensuche gewesen und habe ihn interessiert beobachtet. «Als ich ein Jahr später eine Kolumne von ihm im ‹Thuner Tagblatt› entdeckte, las ich weitere Texte auf seiner ‹Mokka›-Homepage und war fasziniert von ihm.» Gründe für einen Film über Anliker gab es für Baumann viele: «Seine Gradlinigkeit und die Ausdauer, mit welcher er seine Arbeit macht und zu dem steht, was er tut, und offen sagt, was er denkt, finde ich beeindruckend», sagt Baumann. Schliesslich habe er Mr Mokka gefragt – und dieser habe zugesagt. Die Folge waren 40 Filmstunden innerhalb von zweieinhalb Jahren, und das Resultat ist der 65-minütige Porträt- und Dokumentarfilm «Planet Mokka». Am Sonntag feierten Baumann und Anliker mit über 150 geladenen Gästen Filmpremiere. Anliker und sein «Mokka» Doch der Reihe nach: Als das Drehbuch eingereicht war und in einem zweiten Anlauf die Zusagen der Filmförderung und des Schweizer Fernsehens eingetroffen und 40000 der budgetierten 65000 Franken zugesichert waren, begann die eigentliche Arbeit. Baumann war Filmer, Tonmischer, Interviewer und Regisseur in einer Person, Anliker der Protagonist. «Wir haben geplant – und herausgekommen ist es meistens anders, jedoch immer gut.» Baumanns Sohn Jan hat zum Schluss als Cutter die Aufnahmen protokolliert und die besten Szenen auf fünf Stunden zusammengeschnitten. «Wir mussten uns auf die Person und sein Kultlokal konzentrieren, sonst wären wir niemals auf die jetzige Filmlänge gekommen.» Im Film äussert sich vor allem Anliker, jedoch auch bekannte Musiker wie Büne Huber und Kuno Lauener sowie die usbekische Starsängerin Sevara Nazarkhan, Gemeinderätin Ursula Haller und viele andere. Anliker erfüllte Baumanns Erwartungen. «Seine Ausstrahlung ist enorm. Ihn kennen die Leute von Helsinki bis in die Wüste Malis und nach Paris.» Er sei nicht nur der laute Nörgeler. «Mr Mokka zeigt seine verletzliche und sensible Seite und sagt Dinge, die andere nie zu sagen wagten.»Franziska Streun>

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