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Ostquartier wird zu Tempo-30-Zone

In der Gemeinde Unterseen soll künftig im Ostquartier, also im ganzen Gebiet östlich von Bahnhofstrasse und Scheidgasse, Tempo 30 gelten. Dies beschloss der Gemeinderat auf Antrag der Sicherheitskommission.

An der Gemeindeversammlung vom 4.Dezember 2006 scheiterte der Antrag des Gemeinderates, das ganze Siedlungsgebiet von Unterseen zur Tempo-30-Zone zu erklären, bereits in der Eintretensdebatte (157 Nein, 124 Ja). Mit dieser Ablehnung wurde der Gemeinderat aber auch beauftragt, Tempo 30 wo nötig zu prüfen. In Zusammenhang mit der Geschwindigkeitssignalisation auf der sanierten Aarestrasse kam nun das Thema erneut zur Sprache. Unter anderem auch, weil Tempo 30 in der Altstadt immer wieder zur Diskussion steht, kamen Gemeinderat und Sicherheitskommission zum Schluss, das ganze Ostquartier zur Tempo-30-Zone zu machen. Sieben Eingangspforten Das Ostquartier von Unterseen kann sehr gut eingegrenzt werden. Es liegt östlich der Bahnhofstrasse und der Scheidgasse. Der motorisierte Verkehr gelangt durch lediglich sieben Eingangspforten ins Gebiet. Wenn nun das ganze Quartier zur Tempo-30-Zone erklärt wird, müssen lediglich an sieben Stellen sogenannte Stelen (freistehende Informationsständer) aufgestellt werden. An ihnen sind die Vorschriftssignale «Zone Tempo 30» und «Parkieren verboten» mit dem Zusatz «ausgenommen markierte Felder» anzubringen. Die Stelen-Standorte: Aarestrasse (Seite Bahnhofstrasse), Räuberegge, Freihofstrasse, Gartenstrasse, Hintere Scheidgasse, Beatenbergstrasse und Spielmatte. «Wir stellen zwar sieben Stelen auf, aber gleichzeitig verschwinden innerhalb der Zone nicht weniger als 90 Verkehrstafeln», hält Christian Kaufmann vom Ordnungsdienst fest. «Wir werden im Ostquartier künftig ein einheitliches Verkehrsregime und Erscheinungsbild haben», erklärt Othmar Mathys, Sekretär der Sicherheitskommission. Weniger Fussgängerstreifen Bei der Einrichtung von Tempo-30-Zonen sorgen die Fussgängerstreifen immer wieder für heftige Diskussionen. Im Ostquartier wird es markierte Fussgängerübergänge nur noch bei den Eingangspforten geben. Bestehen bleiben aber die gelben Längsstreifen entlang der trottoirlosen Beatenberg- und Gartenstrasse. Wer ist zuständig? Tempo 30 im ganzen Unterseener Siedlungsgebiet kam 2006 nur deshalb an die Gemeindeversammlung, weil dessen Einführung (Signalisation, Markierung) die Finanzkompetenz des Gemeinderates überschritten hätte. Die Realisierung der Tempo-30-Zone Ostquartier kostet nun aber lediglich 19000 Franken. So konnte der Gemeinderat entscheiden.Widerspricht der Entscheid aber nicht dem Gemeindeversammlungsbeschluss von 2006? «Nein», sagt Gemeindepräsident Simon Margot, «wir haben das vom Amt für Gemeinden und Raumordnung abklären lassen». Die Einführung der Tempo-30-Zone im Unterseener Ostquartier wird vom Tiefbauamt des Kantons als sinnvoll bezeichnet. Der Gemeinderat sieht vor, die nötige Signalisation im kommenden Frühjahr anzubringen. Gemäss Publikation im Anzeiger des Amtes Interlaken kann gegen die geplante Verkehrsmassnahme bis am 9.Januar 2010 beim Regierungsstatthalteramt Interlaken Beschwerde erhoben werden. Ueli Flück >

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