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Olympiasieger Christoph Kunz weihte Gipfellift ein

Mühelos bergauf: Die Niesenbahn AG hat mit Olympiasieger Christoph Kunz den rollstuhlgängigen

Der Weg nach oben ist geebnet: Der Olympiasieger Christoph Kunz aus Reichenbach konnte am Wochenende den neuen rollstuhlgängigen Gipfellift auf den Niesen ausprobieren. Die Einweihung geschah im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums der Niesenbahn. Zu den Erneuerungen im Jubiläumsjahr gehören auch die Renovation der Wagen und ein neuer Personenlift. Der Oberländer Christoph Kunz war schon vor seinem Motorradunfall im Juni 2000 – seitdem ist er im Rollstuhl – auf dem Niesen. «Es gibt nicht viele Möglichkeiten, mit dem Rollstuhl auf einen Berg zu gehen», erklärt der 28-Jährige, der heuer an den Paralympics in Vancouver im Riesenslalom die Silber- und in der Abfahrt die Goldmedaille mit nach Hause brachte. Mithilfe von eingebauten Rampen und einem Lift, der kaum zu hören ist, ist nun auch für Rollstuhlfahrer und ältere Menschen eine stufenfreie Reise bis zum Bergrestaurant möglich. Trotz der nebeligen Sicht und dem regnerischen Wetter war die Einweihung für alle Beteiligten ein grosses Ereignis. Platz für zwei Rollstühle Bereits im Mai wurde jeweils ein Abteil pro Wagen umgebaut, und somit können nun auch Rollstühle transportiert werden. «Uns ist es wichtig, dass die Leute über den beschränkten Platz informiert sind. Pro Fahrt können, je nach Grösse, maximal zwei Rollstühle transportiert werden», sagt Lorenz Blaser, Leiter Marketing und Verkauf der Niesenbahn AG. Aufgrund des schlechten Wetters und des langen vergangenen Winters konnten nicht wie ursprünglich geplant alle Arbeiten bis im Mai fertig gestellt werden. Die Einweihung des Gipfelliftes wurde deshalb provisorisch auf Ende Juli verschoben. 100000 Franken für Lift Wegen einiger Beschwerden vor drei Jahren kam der Gedanke eines Projektes für eine rollstuhlfreundliche Niesenbahn ins Spiel. Roger Friedli, Geschäftsführer der Niesenbahn AG, erklärt, dass diverse Änderungen für ältere Menschen und solche mit Rollstühlen ein Anliegen gewesen sei. Die Stiftung «Denk an mich», die sich vermehrt für die Mobilität von Menschen mit einer Behinderung einsetzt, schrieb einen Wettbewerb aus. Die Niesenbahn AG erzielte mit ihrem Projekt den 1.Platz und somit eine finanzielle Unterstützung von 100000 Franken. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Umbau der vier Wagen auf 850000 Franken. Das restliche Projekt, bestehend aus behindertengerechten Toiletten, dem neuen Kassengebäude mit einem Schutzdach sowie dem Gipfellift, kostet 1,3 Millionen Franken. Zukunftsorientiert Die Niesenbahn feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und passt sich zeitgleich an die Bedürfnisse von älteren Menschen und Rollstuhlfahrern an. «Wir wollten unsere Infrastruktur zeitgemäss gestalten. Der Erfolg ist langfristig gedacht, und wir wollen die Bedürfnisse der Besucher decken», sagt Geschäftsführer Roger Friedli abschliessend. Jeanine Salzmann>

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