Zum Hauptinhalt springen

Ohne Benzin über Pässe fahren

Touristen sollen mit Elektroautos über Schweizer Pässe brausen. So die Vorstellung von Touristikern und den Kraftwerken Oberhasli. Gestern fand eine Probefahrt auf der Grimsel statt, nächstes Jahr startet die Pilotphase.

Elektromobile auf der Grimsel: einen eher ungewöhnlichen Anblick gab es gestern, als sich diverse Elektrofahrzeuge vom Tal auf den Berg schlängelten. Bereits im nächsten Sommer sollen auch Touristen den Grimselpass mit Elektroautos überqueren. «Die Alpen sind fantastisch, sie sind bunt, sanft, wild, romantisch und schroff. Und genau hierher gehört auch das Elektromobil» schwärmt Max Ursin (Bild), Elektroauto-Fan und Leiter Innovation bei den Kraftwerken Oberhasli . Die Alpen würden unter dem Verbrennen von fossilen Brennstoffen leiden, schuld daran sei auch der Verbrennungsmotor. Stichworte sind Klimaerwärmung und das Abschmelzen der Gletscher. Die Initianten betonen, dass Elektromobilität im Trend liege. Doch eine Pässefahrt stelle grössere Anforderungen an das Elektroauto als die Fahrt in einer Stadt. Zu den Initianten des Projekt gehören die Organisationen Progetto San Gottardo, die Energieregion Goms und die Kraftwerke Oberhasli. Unterstützt werden sie dabei von der Zentralbahn und der Matterhorn Gotthardbahn. Bereits sollen einige Elektroautohersteller Interesse am Projekt bekundet haben. Die Pilotphase startet im nächsten Sommer, angeboten werden Miet- und Probefahrten mit Elektroautos. Parkplätze und Ladestationen gibt es in Meiringen und Oberwald. Die Schlüssel werden am Bahnhofschalter ausgehändigt. Nach einer erfolgreichen Pilotphase soll in der Gotthardregion ein Netz für Elektroauto-Standorte entstehen. Gemäss den Initianten ist aber auch ein Ausbau im Berner Oberland denkbar. Elektroautos haben sich bisher wegen mangelnder Reichweite, hohen Preisen und wenig Modellen nicht durchgesetzt. Zudem muss der Strom auch produziert werden, was nicht überall mit erneuerbarer Energie geschieht. Fritz Lehmann >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch