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Neue Rekruten für die Feuerwehr

InterlakenFeuerwehrdienstpflichtige Männer und Frauen haben sich am Rekrutierungstag bei der Bödeli-Feuerwehr gemeldet. Von den 32, die an der Rekrutierung teilnahmen, waren aber

«Interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger ab dem 22.Altersjahr werden gebeten, sich für den Feuerwehrdienst zur Verfügung zu stellen.» So steht es in einer Publikation im Amtsanzeiger von Interlaken. Die Feuerwehr Bödeli spricht damit die Frauen und Männer (Schweizer Bürger und Ausländer mit C-Ausweis) der Jahrgänge 1984 bis und mit 1989 und Neuzuzüger im Jahr 2010 der Gemeinden Interlaken, Matten, Unterseen, Iseltwald und Bönigen an. Die Feuerwehrdienstpflicht gilt bis und mit dem 52.Lebensjahr. Am Montagabend meldeten sich denn 32 junge Personen beim Chef Rekruten, Stephan Zbinden, im Gebäude der Bödeli Feuerwehr an der Rugenaustrasse. Gleichzeitig rückte eine Brigade für eine reguläre Feuerwehrübung aus. Kommandant Andreas Blatter begrüsste die Interessenten und entschuldigte sich für den Lärm. «Heute Abend werden wir den Mitbürgern, die am Feuerwehrdienst interessiert sind, die Theorie vermitteln, und denen, die mitmachen wollen, ihre Ausrüstung übergeben», sagte Blatter. Nur freiwillige Teilnehmer Wer nicht bei der Feuerwehr mitmachen wollte, füllte einen Fragebogen aus und konnte danach gehen. 18 junge Männer und Frauen waren nicht interessiert. «Mir war von Anfang an klar, dass mein Interesse an der Feuerwehr nicht so gross ist», erklärte Floristin Sarina Hansen. Für die Ausbilder der Bödeli-Feuerwehr ist das nicht tragisch. «Vom Reglement her dürften wir jemanden zum Feuerwehrdienst verknurren. Die heutige Praxis baut aber auf Freiwilligkeit. Wir arbeiten nur mit denen, die wollen», erklärte Vizekommandant Daniel Biedermann (Interlaken). Die fünf Vertragsgemeinden Interlaken, Matten, Unterseen, Iseltwald und Bönigen stellen die 170 aktiven Mitglieder der Bödeli-Feuerwehr. «Pro Jahr benötigen wir etwa 10 neue Rekruten. Die finden wir zumeist problemlos», informierte Kommandant Andreas Blatter. Im Durchschnitt ziehen 5 Personen pro Jahr aus der Region weg oder scheiden altersbedingt aus der Feuerwehr aus. «Anderen Menschen helfen» Kommandant Andreas Blatter informierte anschliessend anhand einer Diashow umfassend über die Organisation der Feuerwehr Bödeli. Unter anderem wurden die einjährige Rekrutenausbildung, die Alarmierung, Übungspläne, Bereitschaftsdienste und die Entschädigung von zehn Franken pro Übungsstunde besprochen. Der Diavortrag endete mit einem Spruch von Goethe: «Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden – es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.» Ein Austritt aus der Ausbildung während des Rekrutenjahrs ist jederzeit möglich für diejenigen, die sich von der Aufgabe überfordert fühlen. 14 der Jugendlichen waren entschlossen, mitzumachen und sich am Eignungstag, am 12.März, zu bewähren. Sie wurden nach dem Theorieteil komplett neu uniformiert. Das Profitieren von der guten Ausbildung bei der Feuerwehr, die Kameradschaft und das Bedürfnis, anderen Menschen zu helfen, waren die Hauptgründe für den Entscheid. Innendekorateur Remo Meyer aus Unterseen (22) sagte: «Die Arbeit bei der Feuerwehr dient der Umwelt, Menschen und Tieren.» Der kaufmännische Berufsmaturand Matteo Frey, Unterseen (21), freut sich auf die spannende Aufgabe und darauf, neue Leute kennen zu lernen. Angst vor der Höhe oder vor brandgefährlichen Situationen war für keinen ein Thema. Monika Hartigwww.feuerwehr-boedeli.ch>

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