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Knutti fragt Regierung

SVP-Grossrat Thomas Knutti aus Weissenburg/

SVP-Grossrat Thomas Knutti (Bild) aus Weissenburg stört sich daran, dass einem Wiener Konzern, der im Kanton Bern 255 Arbeitsplätze aufgibt, Holz geliefert wird. Knutti gelangt mit folgender Interpellation an den Regierungsrat: Die Kartonfabrik Deisswil AG ist seit 1990 Teil der Mayr-Melnhof Kartongruppe mit Sitz in Wien. Nun hat der Mutterkonzern die Fabrik im Kanton Bern geschlossen: 255 Beschäftigte verloren ihre Stelle. Baron Franz VI. Mayr-Melnhof-Saurau hält mit seiner Familie über 60 Prozent der Mayr-Melnhof-Kartongruppe und alleine 75 Prozent der Mayr-Melnhof-Holzgruppe. Zu dieser gehört auch das Sägewerk in Domats/Ems. Der Kanton Bern beliefert dieses Werk. •Wie viel Rundholz wird von Berner Staatswald an das Grosssägewerk Mayr-Melnhof Swiss Timber in Domat/Ems geliefert? •Wie viel Holz wird von Berner Gemeinden und allgemein von Berner Privatwaldbesitzer (vom Kanton subventioniert) nach Domat/Ems geliefert? •Ist sich der Regierungsrat bewusst, dass praktisch dieselbe Hand die Deisswil geschlossen hat, nun vom Berner Rohstoff profitiert? •Wird der Regierungsrat es unter diesen Umständen weiterhin zulassen, Holzlieferungen an die Firma Mayr-Melnhof Swiss Timber in Domat/Ems zu machen? •Wäre es aus ökologischer Sicht nicht sinnvoller das Nutzholz vom Berner Staatswald direkt im Kanton zu vermarkten? Lagerung von Energieholz Knuttis zweite Interpellation bezieht sich auf Depots von Energieholz im Wald. Sie lautet sinngemäss: Der Kanton Bern unterstützt den Bau mehrerer Holzschnitzelheizungen zur Produktion von alternativer Energie. Die Anlagen sollten aus ökologischen Gründen von den Waldbesitzern in der näheren Umgebung mit Energieholz beliefert werden. Für eine kontinuierliche Belieferung müssen an winter-sicheren Standorten Depots erstellt werden. Hier stossen die Privatwaldeigentümer auf unüberwindbare Hindernisse bei den Forstpolizeibehörden, sowie beim Amt für Gemeinden und Raumordnung, welche Bauten für Deponiestellen für den wintersicheren Abtransport verweigern. So werden zur Zeit gar Holzschnitzel aus Nachbarkantonen ins Oberland geführt. •Ist der Regierungsrat der Ansicht, dass Holzschnitzelheizungen einen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung leisten? •Ist der Regierungsrat ebenfalls der Auffassung, dass die Beschickung dieser durch kantonale Mittel unterstützen Anlagen mit Energieholz aus dem bernischen Wald versorgt werden sollen? •Was unternimmt der Regierungsrat , dass die Erstellung von legalen Depots auf gesetzlichem Weg bewilligt werden kann? •Was sieht die Regierung für Übergangslösungen, bis eventuell Gesetze angepasst sind?pd >

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