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«Keine weiteren Kredite»

Ausgabe vom 7.Dezember 2009 «Spitalausbau hat Hürde genommen» Der Kredit für den Ausbau des Spitals Langenthal kommt im Januar 2010 vor den Grossen Rat. Dass das Resultat der Steuerungskommission mit knapper Mehrheit angenommen wurde, ist angesichts der finanziellen Situation im Kanton und im Gesundheitswesen erstaunlich. Es geht nicht darum, dass die Verantwortlichen der SRO AG ihre Hausaufgaben nicht gemacht hätten, das Gegenteil ist der Fall. Vielmehr liegt es an der kantonalen Gesamtplanung. Der Versorgungsplanung 2007–2010 gemäss Spitalversorgungsgesetz kann man Folgendes entnehmen: Bei der Umsetzung des Szenarios «Optimierung» würden die folgenden Leistungserbringer als geeignete Vertragspartner für die Grundversorgung in Frage kommen: nebst dem Inselspital als Universitätsspital die regionalen Spitalzentren Spitäler Frutigen-Meiringen-Interlaken AG, Spital STS Simmental-Thun-Saanenland AG, Spital Netz Bern AG, Spitalzentrum Biel AG/ Centre hospitalier Bienne SA, Regionalspital Emmental AG, SRO AG (Spital Region Oberaargau), Hôpital du Jura bernois SA für die Grundversorgung der Bevölkerung mit Spitalleistungen im Berner Jura. Beim Szenario «Restrukturierung» würden neu die folgenden regionalen Spitalzentren als geeignet angesehen: Spital STS AG Simmental-Thun-Saanenland, Spitäler Frutigen-Meiringen-Interlaken AG, regionales Spitalzentrum Emmental-Oberaargau, regionales Spitalzentrum Biel-Berner Jura, Spital Netz Bern AG. Das heisst, die heute sieben Spitalzentren würden/könnten auf fünf reduziert werden. Sollte die Region Emmental-Oberaargau in ein Spitalzentrum umfunktioniert werden, dürfen nicht jetzt schon Kredite gesprochen werden, die sich dann als Fehlinvestitionen erweisen. Es ist zu hoffen, dass sich der Grosse Rat eine kantonale Gesamtschau über die Spitalinvestitionen verschafft und keine weiteren Kredite bewilligt, bis eine klare Spitalplanung vorliegt. Hans LeuenbergerHuttwil>

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