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Kaninchen verbrannt, Kühe gerettet

Am frühen Dienstagmorgen zerstörten Flammen den Ökonomieteil des Bauernhauses der Familie Rytz in Haselhof. Dabei

Über dem Weiler Haselhof bei Wileroltigen liegen Rauchschwaden. Beissender Brandgeruch verdrängt den Gülle- und Mistgestank. Vom Ökonomieteil des Bauernhofes von Daniel und Alexandra Rytz ist nur noch ein rauchender Trümmerhaufen übrig. Schwarzgebrannte Balken ragen wie Grabmäler in den blauen Himmel. Ein paar Mauerreste aus rotem Backstein stehen noch da. In einem Verschlag brüllen vier gerettete Kälbchen. Ein paar Spatzen zwitschern, als ob auch sie die allgemeine Aufregung ergriffen hätte. Grosstiere in Sicherheit Das Feuer sei etwa 6 Uhr früh entdeckt worden, sagt Friedrich Mumenthaler, Einsatzleiter der Feuerwehr Ferenbalm/Wallenbuch. «Personen sind zum Glück nicht verletzt worden», erklärt er. Kurz nach dem Brandausbruch retteten Feuerwehrleute und Bewohner von Haselhof als Erstes die etwa 150 Mastschweine sowie die 35 Kühe und Rinder. Diese sind jetzt auf einem Bauernhof in Möriswil bei Uettligen untergebracht. Ein Stall für rund 500 Mastsauen befindet sich etwas abseits vom Brandherd. Er blieb unversehrt. Gestern Mittag fehlte noch ein Kalb. Ein paar Lämmer sind möglicherweise verbrannt, mit ihnen auch etwa 80 Kaninchen, wie die Polizei mitteilte. Nach den Rettungen habe man sich darauf konzentriert, das am Ökonomieteil angebaute Wohnhaus zu schützen. Es ist bald Mittag. Im Verschlag neben den Kälbchen stellen Feuerwehrleute Tische und Bänke auf. Sie setzen sich nach den stundenlangen Löscharbeiten zu einer Pause hin und trinken Wasser. Wohnhaus unversehrt Dank der guten Arbeit der Feuerwehr blieb das 1987 erstellte Bauernhaus praktisch unversehrt. Angesengt hat es nur die Blätter eines Kirschlorbeers. Aber auch so hat der Brand genug Unheil im Leben der betroffenen Familie angerichtet. Mit den Stallungen ist auch der ganze Heuvorrat verbrannt. Trotzdem wirkt der 60-jährige Hans Rytz äusserlich gefasst. Nicht so sein Sohn Daniel, der hektisch zwischen Haus und Brandherd zirkuliert und hier und dort versucht, Hand anzulegen. «Ich kann im Moment überhaupt nichts sagen», sagt der 33-jährige Landwirt und überlässt das Reden seinem Vater. Dieser reagiert mit Verständnis auf seinen Sohn. «Ich habe ihm erst kürzlich den Hof übergeben. Und jetzt passiert das.» Hans Rytz ist etwas blass und schaut dem Treiben auf der Brandstelle zu. Dabei muss der Altbauer ein richtiges «Déjà-vu-Erlebnis» haben: 1987 ist sein altes, schönes Bauernhaus bis auf die Grundmauern abgebrannt. Damals hatte die Feuerwehr den grössten Teil des Ökonomiegebäudes erfolgreich vor den Flammen schützen können. Das Wohnhaus wurde wieder neu aufgebaut. Brandursache unbekannt Gemäss Polizei werden die Höhe des Sachschadens und die Brandursache noch ermittelt. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch bis heute Abend andauern. Aus dem Feuerweiher unterhalb des Weilers pumpt die Feuerwehr ständig Wasser hoch. Sie besprinkelt den Trümmerhaufen und überwacht ihn. Aufflackernde Flammen löschen die Männer jeweils sofort. «Die Überreste des Gebäudes werden nach und nach mit einem Kran abgetragen, damit sich nicht neue Brandherde bilden können», erklärt Einsatzleiter Mumenthaler. Laura Fehlmann >

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