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In der Deutschschweiz wird sie panisch

ThunZum Auftakt der neuen Spielsaison des Kultursoufflés nimmt Marie-Thérèse Porchet am Freitag in ihrem Programm «Uf Düütsch» Unterschiede zwischen Deutsch- und Westschweiz aufs Korn.

«Marie-Thérèse Porchet nimmt Vorurteile auf die Schippe, die Deutsch- und Westschweizer gegenüber einander haben. Diese Umstand macht ihr Programm so ansprechend», erklärt Kurt Keller, Medienbeauftragter des Thuner Kultursoufflés. Das Wahlwochenende habe es einmal mehr bewiesen, dass die Leute jenseits des Röstigrabens etwas anders tickten. «Porchet regt ihre Zuschauer dazu an, bestehende Klischees zu überprüfen.» «Flüchtlingshilfe» Um die Stimmung der in der Deutschschweiz lebenden Westschweizer «Flüchtlinge» zu heben, hat Marie-Thérèse beschlossen, ihnen ihre neue Vorstellung zu widmen. Aber kaum betritt sie die Bühne, stellt sie fest, dass der Saal voll ist mit Deutschschweizern. Panik ergreift sie. Sie versucht zu fliehen, ist aber im Theater eingeschlossen und begreift schnell, dass sie ihre Freiheit erst dann zurückbekommt, wenn es ihr gelingt, das deutschsprachige Publikum zu begeistern. Das Problem: Sie spricht kein einziges Wort Deutsch und muss sich mit ihren Sprachunkenntnissen durch die ganze Vorstellung mogeln. Mann in Frauenkleidern Interessanterweise wird Marie-Thérèse Porchet von einem Mann, von Joseph Gorgoni, gespielt. «In der Westschweiz ist Porchet bereits eine ganz grosse Nummer. Dass Gorgoni als Mann in eine Frauenrolle schlüpft, ist dort aber nie ein Thema», sagt Keller. Obwohl es doch sehr amüsant sei, wie Gorgoni den ganzen Abend in der Kopfstimme spreche und sich mit dem Gehen auf hohen Schuhen abmühe. Rückkehr in den Schadausaal Für das Kultursoufflé bedeutet diese Aufführung am nächsten Freitagabend auch die Rückkehr in das neue KKThun. «Vom Publikum wird es sehr begrüsst, dass wir in den Schadausaal heimkehren.» Das sei ihnen mit vielen positiven Rückmeldungen bestätigt worden. Für die Veranstalter bringt das aber auch eine höhere finanzielle Belastung mit sich. «Die Miete für den Saal ist durch die Verbesserung der Infrastruktur deutlich gestiegen», stellt Keller fest. Was das für die finanzielle Lage des Kultursoufflés bedeute, lasse sich erst am Ende der Spielsaison sagen. «Weil die Technik im Schadausaal grosse Mängel hatte, mussten wir früher immer für mehrere Tausend Franken bei Eclipse Tontechniker und Equipment dazu mieten.» Durch das Angebot eines Pauschalpaketes sei das nun nicht mehr nötig. Auch die guten Zahlen des Vorverkaufes lassen Keller optimistisch auf die Veranstaltungsreihe blicken. «Der Ticketverkauf läuft gut. Ursus und Nadeschkin sind beispielsweise schon lange ausverkauft. Für die anderen Vorstellungen hat es noch Plätze.» Dafür, dass der Vorverkauf besonders bei den Abonnementen gut laufe, gibt es laut Keller noch eine weitere Erklärung: «Weil Rudolf Mattenberger die Klösterlibühne in Oberhofen, wo viele Kleinkünstler aufgetreten sind, geschlossen hat, können wir nun vermutlich mehr Publikum verzeichnen», vermutet der Medienbeauftragte. Therese Krähenbühlwww.kultursouffle.ch>

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