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Gewerbezone für eine Region

rechtes zulgtalDie Gemeinde Oberlangenegg will im Osten Thuns eine Gewerbezone für die Region schaffen. Gegen das Vorhaben sind keine Einsprachen eingegangen. Anfang Dezember wird die Gemeindeversammlung endgültig darüber befinden.

«Ziel ist es, die Entwicklung des ländlichen Raums zu stärken und das Abwandern von Gewerbebetrieben abzuwenden», sagt Res Wittwer, Gemeindeverwalter von Oberlangenegg. Angesprochen ist damit die Absicht, in der Gemeinde Oberlangenegg eine Gewerbezone für die Region zu realisieren. Diesem Ziel ist die Gemeinde im Osten Thuns einen Schritt näher gerückt. Im Rahmen der kürzlich abgelaufenen, öffentlichen Planauflage sind keine Einsprachen gegen das Vorhaben eingegangen. «Damit kann die Gemeindeversammlung am 4.Dezember über das Vorhaben befinden», so der Gemeindeverwalter weiter. Geklärt ist auch die Verkehrserschliessung. Das ist eine kantonale Auflage. Wenn es nicht so wäre, könnte die Gewerbezone nicht realisiert werden. Geplant sind auf der schmalen Zufahrtsstrasse drei Ausweichstellen und ein Ausbau der Einfahrt in die Kantonsstrasse. Insgesamt 200000 Franken sind laut einer Kostenschätzung inklusive Planungskosten dazu nötig. Die Eicher Holzwaren AG, auf deren Liegenschaft die Gewerbezone geplant ist, wird sich mit 80000 Franken an den Planungs- und Erschliessungskosten beteiligen. «Dies konnte in einem entsprechenden Vertrag geregelt werden», sagt Res Wittwer. 19500 Quadratmeter Die Gewerbezone im Gebiet Schwand soll mittels Überbauungsordnung realisiert werden. Dazu vorgesehen sind zwei Parzellen mit einer Grösse von insgesamt 19500 Quadratmetern, welche im Eigentum der dort ansässigen Eicher Holzwaren AG sind. Die Gewerbezone dient primär der Erweiterung der bestehenden Betriebe und öffnet Möglichkeiten für Neuansiedlungen. Gemäss Überbauungsvorschriften ist dort eine Gebäudehöhe von maximal zehn Metern vorgesehen. Die Gebäudelänge ist auf maximal 60 Meter festgelegt. Neue Chancen fürs Gewerbe Das Bedürfnis nach einer Gewerbezone im Zulgtal ist gewachsen. Zahlreiche Betriebe befinden sich verstreut an dezentraler Lage in der Landwirtschaftszone. Ein Ausbau ist daher nur beschränkt oder gar nicht möglich. Nicht zuletzt auch deshalb, weil das Bundesgesetz über die Raumplanung kleine Gewerbebauzonen, sogenannte Inselzonen, nicht zulässt. Dies hat Folgen für die Region. Gewerbebetriebe sind angesichts fehlender Entwicklungsmöglichkeiten abgewandert. Unter Mithilfe der Planungsregion Thun-Innertport (TIP) und dem Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) gelang es schliesslich im Rahmen eines regionalen Richtplans, die Gewerbezone Schwand auszuscheiden. «Das Interesse seitens der Gewerbetreibenden ist vorhanden», sagt Res Wittwer. Mehrere Unternehmen aus der Region haben bereits entsprechende Signale ausgesendet. Insbesondere Firmen, die bereits ansässig sind und bislang mittels befristeter Spezialbewilligung ihrer Tätigkeit nachgehen konnten, wollen die Chance nutzen. Die Gemeinde Oberlangenegg möchte sich ihrerseits in der neuen Gewerbezone die Möglichkeit offenlassen, bei Bedarf eine Abfallsammelstelle einzurichten.Stefan Kammermann >

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