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Genossenschaft produziert Solarstrom

ThunDie Energiewende aktiv voranzutreiben, ist ihr Ziel: Die 13 Gründungsmitglieder der Genossenschaft Ecogie wollen die Genossenschaftsidee auf die Solarstromproduktion übertragen. In Thun erfolgte der Startschuss mit der Präsentation der ersten Anlage.

Die Produktion von Solarstrom zu unterstützen, indem man sich mit weiteren Personen, Firmen und Institutionen finanziell an grösseren Anlagen beteiligt: Mit dieser Idee der Solarstromgenossenschaft wirbt der Thuner Marcel Ruchti um Unterstützung für das Projekt Ecogie. Zusammen mit zwölf weiteren Gründungsmitgliedern will er das Modell der Gemeinschaftsanlagen zur Gewinnung von Sonnenenergie in der Region Thun etablieren. Ihr Antrieb sei es, die Energiewende hin zu alternativen Energien mitzugestalten und Massnahmen zum Stromsparen zu fördern, sagt der Initiator: «Wir müssen unsere Gewohnheiten überdenken und nicht ungebremstes Wachstum anstreben.» Erste Anlage in Thun Die Genossenschafter von Ecogie sollen es künftig ermöglichen, mit ihrem finanziellen Einsatz neue Solarstromfelder zu bauen. «Am besten wären Anlagen auf Bauernhäusern oder Industriebauten», sagt Marcel Ruchti. Denn je grösser die Fläche der Solarzellen, umso rentabler und günstiger werde die Investition. 1 Megawatt bis 2015 Am Samstag wurden an der Mittleren Strasse in Thun – im Rahmen der Gründung der Genossenschaft – die ersten Solarzellen ans Stromnetz angeschlossen. Sie befinden sich auf dem Dach der Schreinerei, die Marcel Ruchti selbst gehört. Bis Ende Jahr möchte er mit dem Geld der ersten Mitglieder die gesamte Dachhälfte mit Solarpanels bedecken. Am Ende soll daraus so viel Strom resultieren, dass der ganze Schreinereibetrieb mit Sonnenenergie funktioniert. Die Gründer der Genossenschaft unterstreichen, dass für sie idealistische Werte im Vordergrund stünden. Laut ihrem Leitbild will Ecogie keinen Gewinn erwirtschaften. Trotzdem sind die Ziele hoch gesteckt: Bis Mitte nächsten Jahres will man bereits zehn Solaranlagen installiert haben. 2015, so die Vision, sollen dann die erbauten Solarzellen bereits eine Stromleistung von einem Megawatt erzeugen. Dazu ist einiges an finanziellen Mitteln vonnöten. Marcel Ruchti geht davon aus, dass sich die Investitionen, sofern sie nach Plan durchgeführt werden können, auf rund 6 Millionen Franken belaufen werden. Lukas Wittwer>

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