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Fechten und turnen statt jodeln und reden

thunVom Kultur- zum Sportsaal: Der Bärensaal im Dürrenast wird künftig als Sport- und Mehrzweckhalle genutzt, kulturelle Anlässe finden vor allem im KK Thun mit dem neuen Lachensaal statt. Die Stadt verkauft den Bärensaal nicht, sondern investiert 70000 Franken, um ihn für sportliche Aktivitäten zu optimieren.

Mit der Sanierung und dem Ausbau des Schadausaals in das soeben eröffnete Kultur- und Kongresszentrum Thun (KK Thun) werden kulturelle Anlässe immer mehr dort durchgeführt, und dieser wird als Veranstaltungslokal genutzt. Die Folge: Der seit Jahrzehnten als günstiges und praktisches Veranstaltungslokal genutzte Bärensaal im Dürrenast ist immer weniger gefragt (vergleiche auch Kasten). Die Stadt hat sich deshalb Gedanken darüber gemacht, ob dieser verkauft werden soll oder wie er künftig anders verwendet werden kann. Der Entscheid liegt nun vor: Der Saal wird nicht verkauft, sondern ab Spätsommer als Sport- und Mehrzweckhalle genutzt. Dieser Entscheid fällte der Gemeinderat aufgrund der Ergebnisse einer Analyse aus einem zweimonatigen Testbetrieb mit einer Gymnastikgruppe, Tanzgruppen und den Fechtsportlerinnen und -sportlern im letzten September und Oktober. Dies teilte die Stadt gestern mit. 70000 Franken investieren Noch bis zu den Sommerferien wird der Bärensaal genutzt wie bis anhin. Danach wird er für 70000 Franken geringfügig saniert, damit die Infrastruktur für sportliche Aktivitäten verbessert wird. So wird die Saalausleuchtung verbessert und an der Bühne ein Prallschutz angebracht. Zudem werden abschliessbare Materialdepots angeschafft und spezielle Garderobenschränke auf Rollen, die als mobile Spiegelwände genutzt werden können. Geplant ist, den Bärensaal an den Wochentagen als polyvalent nutzbaren Sport- und Mehrzweckraum zu vermieten, am Wochenende für andere Anlässe. «So kann gegenüber heute sogar eine deutlich höhere Auslastung erreicht werden», steht in der Mitteilung. Angebotslücke schliessen «Das ist für uns eine gute Lösung, weil wir auf diese Weise eine Angebotslücke schliessen können», ergänzt Keshab Zwahlen, Fachstelle Sport, auf Anfrage. Der Saal eigne sich vor allem für Randsportarten wie Fechten, Tanzen, Gymnastik, Tischtennis, Altersturnen, Tai Chi, Qigong und Ähnliches. «Mit der künftigen Nutzung als Sport- und Mehrzweckraum kann die Warteliste des Amtes für Bildung und Sport für Übungs- und Trainingsräume etwas verkleinert werden», ergänzt er. Die Höhe der Mietkosten werde noch festgelegt, doch er rechne damit, dass diese den Preisen für die übrigen Sportanlagen der Stadt angepasst werden. «Ich bin froh um diese Lösung, denn die Nachfrage nach grossen Räumen ist gross», ergänzt Gemeinderätin Ursula Haller (BDP) als Vorsteherin der Direktion Bildung Sport Kultur. An Wochenenden können Anlässe von Vereinen oder Privaten stattfinden. Eine spätere Verlegung wird jedoch geprüft. Auch bisherige Nutzungen «Während viele Vereine der IG Thun-Strättligen ihre Anlässe künftig im KK Thun durchführen werden, wollen insbesondere Migrantenorganisationen und Privatpersonen gemäss den Erhebungen weiterhin den alten Standort nutzen», schrieb die Stadt in ihrer Mitteilung. Interessant bleibe der Saal auch für bisherige Nutzer wie religiöse Gruppierungen, Kulturveranstalter und Veranstalter von Dia- und Multivisionsshows. Auch seien vereinzelte mehrtägige Anlässe nach wie vor möglich. Die Räumlichkeiten im Untergeschoss können weiterhin als Lager- und Übungsräume an die Vereine der IG vermietet werden. Definitiver Entscheid 2014 Gegenwärtig stuft der Gemeinderat die Verkaufschancen aufgrund von etlichen Nachteilen als eher gering ein. Der Saal ist baulich eng an den Restaurationsbetrieb Morris angegliedert. Die Lage mit dem seitlichen Eingang ist schlecht erkennbar. Zudem befindet sich der Saal neben Wohnhäusern, verfügt über wenig Parkplätze und lediglich über eine bescheidene Kochgelegenheit. Im Frühjahr 2014 wird das Amt für Stadtliegenschaften dem Gemeinderat eine Auswertung des Betriebes vorlegen. Danach wird definitiv über die Zukunft des Bärensaals entschieden. Sollte der Saal auch mittelfristig im Besitz der Stadt bleiben, werden tiefgreifendere bauliche Massnahmen nötig: Ein Ausbau der Duschen, der Einbau eines Liftes, der Ersatz der Heizung und die Sanierung des Flachdaches. Franziska Streun>

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