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EWR-Beitritt wird immer salonfähiger

Auch EWR-Skeptiker der ersten Stunde äussern sich heute positiv über einen Beitritt, darunter der

Der ehemalige Preisüberwacher und Berner SP-Politiker Rudolf Strahm hat einen Meinungsumschwung vollzogen: «Heute befürworte ich dezidiert einen EWR-Beitritt», sagt er in der Zeitung «Sonntag». «Ich glaube, es ist der momentan einzig gangbare und einzig realistische Weg.» Strahm war vor der Abstimmung im Jahr 1992 noch einer der schärfsten Kritiker des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) gewesen. «Es gab drei Hauptgründe für meine Skepsis», erklärt er. «Erstens die Bedenken in Bezug auf den Lohndruck wegen der Personenfreizügigkeit ohne flankierende Massnahmen, zweitens der mangelnde Umweltschutz in der EU und drittens die Grenzöffnung für die 40-Tönner.» Alle drei Probleme seien heute gelöst oder mit internen Schutzmassnahmen aufgefangen. Strahm ist nicht der Einzige, der seine Meinung zum EWR revidiert hat. Der frühere Bündner FDP-Nationalrat Duri Bezzola sowie die grünliberale Zürcher Ständerätin Verena Diener plädieren ebenfalls für einen neuen Anlauf. Derweil erhöht die Europäische Union den Druck auf die Schweiz. Laut der «SonntagsZeitung» fordert der Binnenmarktausschuss des EU-Parlaments die Schweiz in einem neuen Bericht auf, sich stärker in Europa zu integrieren. Der Ausschuss hat den Bericht Ende Juni mit grosser Mehrheit verabschiedet. Am 6.September kommt er ins Plenum. An der Grundstossrichtung dürfte sich dort nichts mehr ändern. Eine Möglichkeit, um die gestellten Forderungen zu erfüllen, wäre – ein EWR-Beitritt.mjc>

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