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Erwartet wird ein Defizit von 1,17 Millionen Franken

Der Voranschlag 2011 der Gemeinde Interlaken rechnet mit einem Defizit von 1,17 Millionen Franken. Die Industriellen Betriebe hingegen erwarten einen Gewinn von 185000 Franken. Eine Steuererhöhung ist nicht geplant.

«Das negative Ergebnis des Voranschlages 2011 entspricht der Finanzplanung und ist die Folge der anhaltend hohen Investitionstätigkeit», sagt René Bettoli (SVP). Der Finanzvorsteher wird an der nächsten Sitzung des Grossen Gemeinderates (GGR) Interlaken vom 19. Oktober das Budget 2011 präsentieren. Freude wird er damit kaum auslösen, denn nach sämtlichen Abschreibungen (rund 4,5 Millionen Franken) schliesst es mit einem Aufwandüberschuss von 1170205 Franken. Immerhin gibt es auch Positives zu vermelden: Der Verlust kann vollumfänglich mit Eigenkapital, das damit auf knapp über zwei Millionen Franken sinkt, gedeckt werden. Eine Erhöhung der Steueranlage von 1,77 Einheiten ist nicht vorgesehen. Ebenfalls unverändert bleiben die Liegenschaftssteuer (1,5 Promille), die Hundetaxe (100 Franken) und die Abfallgebühr (80 Prozent). Die Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) rechnen mit einem Gewinn von 185000 Franken, womit der integrierte Voranschlag einen Verlust von «nur» noch 985205 Franken budgetiert. Hohe Investitionen Doch welches sind die wichtigsten Gründe, die zum Millionendefizit der Gemeinde führen? «Der Voranschlag steht ganz im Zeichen der überdurchschnittlichen Investitionstätigkeit von netto 7,5 Millionen Franken», untermauert der gestern veröffentlichte Bericht Bettolis eingangs erwähnte Erklärung. Dazu gehören vor allem Sanierungen im Strassennetz (3 Millionen Franken) und bei der Abwasserentsorgung (3,9 Millionen). Der Bericht bemerkt aber auch, dass die Steuern einen «entscheidenden Einfluss auf das schlechte Resultat haben». Die Teilrevision des Steuergesetzes, die per 1. Januar 2011 in Kraft tritt, bedinge eine Rückstellung, weil für 2012 noch grössere Mindererträge zu erwarten seien. Und schliesslich wirke sich auch die Wirtschaftskrise weiterhin negativ auf die Steuererträge aus, die mit rund 15,7 Millionen Franken budgetiert sind und damit 51,4 Prozent aller Einnahmen der Gemeinde ausmachen sollen. Insbesondere bei den Juristischen Personen sei ein Rückgang zu verzeichnen, erläutert René Bettoli. Entspannung ab 2015? «Das Budgetergebnis überrascht nicht», fasst der Gemeinderat in seinem Bericht zusammen. Nun gelte es, «keine vermeidbaren (Mehr)Ausgaben zu veranschlagen». Der Personalaufwand liegt um 356500 Franken unter dem Voranschlag für 2010, der Sachaufwand hingegen um 202480 Franken darüber. Vizegemeindepräsident und Finanzvorsteher René Bettoli abschliessend zur Frage, ab wann wieder positivere Budgets und Rechnungen zu erwarten sind: «Zum heutigen Zeitpunkt ist eine Prognose unmöglich. Der überarbeitete Investitionsplan zeigt erst ab dem Jahr 2014 eine Normalisierung der Investitionen. Ich erwarte eine Entspannung erst ab dem Jahr 2015.» Alex Karlen >

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