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Erfolgreicher Festivalauftakt

AdelbodenMit dem begeisternden Auftritt der Chamber

Einen besseren Start hätte das erste Swiss Chamber Music Festival in Adelboden nicht haben können. Das grosse Ensemble von hervorragenden Musikern der Chamber Soloists Lucerne gastierte am Mittwochabend in der Dorfkirche und zeigte sich vor zahlreichem Publikum von seiner besten Seite. Hervorragende Interpreten, wobei vor allem der 25-jährige Trompetensolist Giuliano Sommerhalder hervorstach, brillierten mit der Wiedergabe von Werken aus dem Spätbarock und der Neuzeit. Grosse Erwartungshaltung Die Vorfreude auf das zehntägige Festival war vor dem Gala-Eröffnungskonzert spürbar. Die zahlreichen festlich gekleideten Musikliebhaber, darunter auch Beat Giauque, Grossratspräsident des Kantons Bern, gaben dem Anlass die äusserliche Note, und auch aus den Worten von Jörg Conrad, dem Intendanten des Musikevents, war eine hohe Erwartungshaltung auf das Kommende zu spüren. «Ich bin überwältigt von der Zuschauerzahl, wobei ich auch einen grossen Erwartungsdruck empfinde.» Er sprach noch einmal die Kooperation mit der Orpheus Swiss Chamber Music Competition und mit den Schweizerischen Musikhochschulen KMHS an. Dies machte es möglich, dass die jährlich besten Ensembles der Master of Arts in Chambermusic-Abschlüssen der Schweiz an diesem Festival auftreten dürfen. «Aus dieser Situation heraus entstand das Motto ‹The Favourites of Switzerland›.» Postcards from Switzerland Der Schweizer Dirigent und Komponist Thüring Bräm war anwesend und durfte seiner zum Teil eigenwilligen Umsetzung von fünf Schweizer Volksliedern aus vier Sprachregionen beiwohnen. Vier Mitglieder der Chamber Soloists überzeugten dabei mit musikalischen, sängerischen und schauspielerischen Leistungen. Neben Jodeleinlagen bei «Vo Lozärn uf Wäggis zue» fehlte auch der Spass bei «Dorma bain» nicht, denn plötzlich fielen die Musiker in tiefen Schlaf. Beim Konzert in D-Dur von Johann Friedrich Fasch (1688– 1758), einem Schüler von Johann Sebastian Bach, kam der spätbarocke Musikstil voll zum Tragen. Das Hauptaugenmerk galt dabei Giuliano Sommerhalder, der sein grossartiges Können auf der Konzerttrompete zeigen konnte. Es gefiel derart, dass der dritte Satz (Allegro assai) am späteren Abend nochmals als Zugabe gespielt wurde. Bach als Höhepunkt Der Höhepunkt des ersten Konzertabends waren die Brandenburgischen Konzerte Nr.1 und Nr.2, beide in F-Dur, ein paar der genialsten Werke von Bach. Schon nur im ersten Teil versprühte das Ensemble neben getragenen Elementen auch von Lebensfreude geprägte Tempi; aber die Steigerung folgte im zweiten Teil. Das 2. Brandenburgische Konzert gehört wohl zu den schönsten dieser Reihe. Acht Solisten, darunter auch die beste Schweizer Oboistin Andrea Bischoff, hauchten mit ihrem Können und perfektem Zusammenspiel dem Werk Leben ein, und für das Publikum war es ein Genuss, diesen wunderbaren Klängen zu lauschen. Der Applaus war dem gesamten Ensemble gewiss, und es gab zum Schluss eine lang anhaltende Standing Ovation. Der Startschuss für das Musikfestival ist gelungen, und man kann sich auf weitere Höhepunkte freuen. Herbert Kobiwww.adelboden/festival.ch>

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